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Reportagen

Hier lesen Sie die Einleitungen unserer Seezunge-Reportagen, die Ihnen Appetit auf mehr machen sollen.
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Berg-Beizen-Tour: Vom Fünfländerblick nach Sternenberg

Der Berg ruft die einen, andere fühlen sich eher durch die (Gast-)Wirtschaft berufen. Die Schnittmenge ist groß, und das belebt an schönen Tagen die Terrassen der Berg-Wirtschaften, auf denen man sich nach der Wanderung oder zwischendurch erschöpft niederlässt.

Der Weg zu den Berggasthäusern, Bergwirtschaften und Bergbeizen auf den Bergen und Hügeln, die bei schönem Wetter von den Städten am Bodensee zu sehen sind, führt normalerweise vom See weg. Aber es geht auch anders: Analog zu den „von Hütte zu Hütte“-Touren in höheren Gebirgslagen kann man auch in den Voralpen eine Tour von einem Berg-Gasthaus zum anderen machen, in sieben Berg-Lokalen durch die Nordostschweiz, von der nordöstlichen Ecke des Appenzeller Vorderlandes bis zur höchstgelegenen Gemeinde des Zürcher Oberlandes. Wir empfehlen unseren Lesern die gemütliche und zugleich ökologische Variante mit mehreren Übernachtungen – oder verteilt auf einzelne Tagestouren. (Wie die Amerikaner oder Japaner „Europe in seven days“ hinter sich bringen, hat das kleine, routinierte Expeditionsteam der seezunge dieses Bergbeiz-Hopping in einem 14-Stunden-Tag absolviert.)

Top Ten

10 Jahre seezunge – 10 gute Gründe für uns, einmal wieder 10 Menschen rund um den Bodensee zu besuchen, die Außergewöhnliches für die Gastronomie geleistet haben. Also entweder gastronomisch prägend für eine Region sind, Vorreiter von Trends oder überdurchschnittlich erfolgreich – manchmal auch alles zusammen. Allen stellten wir die Frage, wo es hingeht und (nicht zuletzt), wo es herkommt. Rund um den See – von Oberschwaben bis Schaffhausen, von Bregenz bis Radolfzell, von St. Gallen bis Kressbronn – existiert eine Innovationsdichte in der Gastronomie, die ihresgleichen sucht. So war es nicht einfach, sich nur auf 10 Persönlichkeiten zu beschränken.

Ein LOB auf die DIVA: Die Rebsorte Spätburgunder ist in der Welt und am See zu Hause

Zugegeben: Die Rebsorte Spätburgunder ist eine Schwäche von mir. Gut, dass ich damit nicht allein bin. Schon seit vielen Jahrhunderten, sogar Jahrtausenden erfreuen sich Weinliebhaber an dieser anspruchsvollen und trotzdem „geselligen“ Rebsorte. Meine Liebe für diese alte Rebsorte erwachte vor knapp zwanzig Jahren, just dort, wo sie bereits seit dem 2. Jahrhundert n.C. angebaut wird: im Burgund. Damals, ich war neunzehn, fuhren meine Freundin Vici und ich nach Frankreich in den Sommerurlaub. Die Reise sollte über Burgund ins Ardeche-Tal führen. Der Auftrag unserer Eltern lautete: „Bringt uns eine Flasche Wein aus Frankreich mit!“ Jawohl, so war das damals. Ehefrauen sagten ihren Männern, wenn sie eine Geschäftsreise nach Mailand machten: „Kauf Dir ein paar Schuhe dort!“ Nicht nur weil sie in Italien damals billiger waren, sondern weil man den italienischen Chic importieren wollte. Schließlich ging man damals in Deutschland für ein paar gute Schuhe in das „Salamander“-Schuhhaus, was für gute deutsche Qualität stand, aber nicht unbedingt für einen hohen Glamour-Faktor.

Man braucht GUTE KUTTELN

Frauen am Herd. Die normalste Sache der Welt – solange der Herd in der heimischen Küche steht und Kinder und Mann zu verköstigen sind. Steht der Herd jedoch in einer Profiküche, und die Gäste sind Gourmets aus aller Welt, dann herrscht in aller Regel ein Mann über Töpfe und Teller. Frauen in der Spitzengastronomie sind noch ebenso rar wie in vielen anderen Führungspositionen. Die seezunge hat sich zum Gespräch mit sechs der besten Köchinnen am Dreiländersee getroffen: Gabi Strahammer und Nina Sotriffer aus Österreich, Krista Ellensohn und Judith Sourvinos-Hollenstein aus der Schweiz und Isolde Pfaff und Alexandra Reck aus Deutschland.

Das ABENTEUER wartet im BIERGLAS

Ein Export, ein Pils, ein Weizen: Es ist noch nicht allzu lange her, da konnten sich regionale Brauereien auf eine sehr übersichtliche Produktpalette beschränken. Die Kundschaft blieb den lokalen Anbietern ohnehin von der Wiege bis zur Bahre treu. Doch der Biertrinker von heute ist anders. Er sucht gezielt nach Innovationen und Abwechslung, nach neuen Ideen, nach Abenteuern im Bierglas – Stichwort Trend. Wie sich Brauereien diesen anspruchsvollen Biergenießern stellen, hat sich die seezunge genau angesehen.

TRAUEN Sie sich: HOCHZEITSTISCHE am See

In Weiß, Rot oder Schwarz, auf dem Berg, in der Luft oder am Wasser, mit mehrgängigem Menü, Büffet oder Fingerfood – Hochzeiten sind so individuell wie das Brautpaar. Eines jedoch haben sie alle gemeinsam: Die Feier soll den großen Tag unvergesslich schön machen. Landschaftlich wie kulinarisch lässt der Bodensee sicher keine Wünsche offen. Stellt sich nur noch die Frage: Ja, ich will – aber wie? Wir haben uns mal umgehört.