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Weinseelig August 2007

Vollendeter Abgang

Vollendeter Abgang

(A-Lauterach) Liebe, Intrige, Verrat, Wege, die sich kreuzen und auseinandergehen. Oh je, wieder mal ist alles dabei, was das Herz so umtreibt bei den Bregenzer Festspielen vom 18. Juli bis 19. August.

Kein Wunder, ziehen sie jede Menge Publikum aus nah und fern an. Diesmal wartet das Programm mit Giacomo Puccinis „Tosca“ und Benjamin Brittens “Tod in Venedig” auf – also jede Menge Dramatik. Manchmal bleibt einem da die Spucke weg. Da kommt doch eine Frage auf: Was trinken die vielen Festivalbesucher außer Mineralwasser? Unter anderem ist das Familienunternehmen Pfanner aus Lauterach bei Bregenz Weinlieferant des Festivals. Das Unternehmen hat rund 800 Weine aus den wichtigsten Weinbauländern im Programm und bestimmte Weine mit Festspieletiketten ausgestattet: Natürlich spielen die österreichischen Weine eine besondere Rolle – hier ein paar Beispiele: Österreichs weiße Nationalrebsorte ist der Grüne Veltliner. Dieser erfrischende Weißwein zeigt oftmals Aromen von Pfirsich und Zitrus, aber auch weißem Pfeffer und Tabak. Davon gibt’s in Bregenz zwei Kategorien: Der Grüne Veltliner „Ried Satz“ 2006 vom Weingut Bannert (7,10 Euro die Flasche) für jene, die ihr ganzes Budget für die Festspielkarten ausgaben. Außerdem vom Weingut Nigl den „Senftenberg“ (17,80 Euro) für das betuchtere Publikum. Der Riesling Federspiel „von den Terrassen“ des Weingutes Lagler (11,80 Euro) hat nichts mit Federball oder sonstigen Spielen zu tun. Federspiel bezeichnet Kabinettweine vom Anbaugebiet Wachau. Schade eigentlich, dass die österreichischen Rebsorten bei uns so wenig getrunken werden: Sowohl Veltliner als auch der rote Zweigelt bieten viel an Geschmack – und eben auch an Geschmacksrichtungen, wie beim Zweigelt seine häufig saftigen Kirscharomen. Rote Festspielweine sind der Zweigelt des Weingutes Dockner aus dem Kremstal „Exklusiv 2005“, der Preis hält Supermarktniveau; er liegt bei 5,60 Euro. Da ist der Blaufränkisch (eine andere wichtige Rebsorte Österreichs) „Hochäcker 2005“ vom Weingut Weniger hochpreisiger, nämlich bei 10,00 Euro, und der St. Laurent aus dem Weinbauort mit dem schönen Namen „Göttlesbrunn“ (südöstlich von Wien) vom Weingut Taferner ist für 10,80 Euro zu haben. Übrigens: Auch Rebsorten finden zueinander – der Zweigelt ist eine Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent. Wer weiß, welche Paare sich bei den Festspielen finden werden. Wie heißt es doch so schön? Mit Tosca kam die Zärtlichkeit …

Hermann Pfanner Getränke GesmbH, Alte Landstraße 10, A-6923 Lauterach, Tel. +43 (05574) 67 20 105, Fax +43 (05574) 67 20 71 05, www.pfanner.com,

Text: Rebecca Koellner

Dreibeinig durchs Leben

Dreibeinig durchs Leben

(CH-Schaffhausen) Genossenschaften dienen einem guten Zweck: Gemeinsam sind wir stärker. Das fanden auch die Bauern und Weinbauern, sprich Winzer, in Schaffhausen. So gründeten die Schaffhauser Bauern 1911 „ihren“ GVS, den Genossenschaftsverband Schaffhau

Insbesondere im Weinbereich wurde 1998 durch die Integration einer der ältesten Weinkellereien der Schweiz, Schachenmann (Gründungsjahr datiert auf 1568) die überregionale Verankerung noch vertieft. Nicht zufällig heißt die Weinkellerei seither GVS Schachenmann AG. Aus dem Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbetrieb ist heute ein national aktives und modernes Unternehmen mit über 240 Mitarbeitern geworden – und steht auf drei Beinen: GVS Agrar AG (zweitgrößter Landmaschinenhändler der Schweiz), GVS Agro und GVS Schachenmann AG. Tja, die Schweizer sind eben tüchtig. Regional ist die GVS Schachenmann AG stark verwurzelt und hat dank seiner Innovationsfreudigkeit und Weinkompetenz in den letzten Jahren weiter an Marktanteil gewonnen: Rund 20 Prozent der gesamten Traubenernte im Kanton Schaffhausen und den angrenzenden Weinbaugebieten werden durch die Weinkellerei des GVS übernommen und verkeltert! In den letzten zehn Jahren hat sich die GVS zum geschätzten Partner und Anbieter von Handelsweinen aus aller Welt entwickelt. Kompetenz und Qualität der eigenen Weine stehen nach wie vor im Vordergrund. Die Kundensegmente umfassen Hotellerie und Gastronomie, Fachgeschäfte, Handelspartner sowie Privatkunden. Um noch attraktiver für Privatkunden zu werden, eröffnete der GVS im vergangenen Jahr seine exklusive, modern eingerichtete Wein- & Geschenksboutique im GVS Markt Herblingen. Ein Besuch der Vinothek im GVS Markt lohnt sich auf jeden Fall, denn als Kunde fühlt man sich vom fachkundigen Personal kompetent beraten.

GVS Markt Vinothek, Gennersbrunnerstrasse 65, CH-8207 Schaffhausen, Tel. +41 (52)631 18 60, www.gvs-markt.ch,
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8.30 – 20.00 Uhr, Sa. 8.00 – 18.00 Uhr

Text: Rebecca Koellner

Preisregen für Weine vom See

Preisregen für Weine vom See

Das Staatsweingut Meersburg errang beim dritten Internationalen Müller-Thurgau-Wettbewerb den 3. Platz in der Kategorie der lieblichen und edelsüßen Müller-Thurgau-Weine.

Ihr 2006er „Meersburger Bengel“ Müller-Thurgau QbA Baden – Bodensee erfreut sich nun dieser Auszeichnung. Doch noch mehr freuen sich die Genießer und das Staatsweingut über diese hohe Bewertung, denn schließlich reichten die Winzer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg rund 290 Weine ein. Weitere Top-Auszeichnungen für Weine vom See gab es zu verzeichnen in der Kategorie der halbtrockenen Weine, nämlich gleich den 1. Platz für den 2006er „Belemnit“ Müller-Thurgau QbA Baden-Bodensee. Dieser stammt vom Weingut Clauß. In der Kategorie der lieblichen und edelsüßen Weine belegte das Schaffhauser Weingut Aagne vom Schopf mit ihrem 2006er Riesling*Sylvaner Strohwein auch den 1. Platz! Die Jury, bestehend aus 22 professionellen Weinkennern, hatte keine leichten Entscheidungen zu treffen. In vier Kategorien wurden schließlich die Weine auf den Rängen 1 bis 3 ermittelt. Die Idee für den Wettbewerb zielt darauf, die fröhlichen und guten Seiten der oftmals unterschätzten Rebsorte Müller-Thurgau hervorzuheben.

Weitere Infos:
Staatsweingut Meersburg
Seminarstraße 6
88709 Meersburg
Tel. +49 (07532) 44 670
E-Mail:
www.staatsweingut-meersburg.de

Text: Rebecca Koellner