Messer und Gabel

ein akzent-Produkt Impressum

Jetzt bestellen:

seezunge
seezunge 2010


Weitere Highlights aus dem akzent-Verlag:

akzent-Magazin
www.akzent-magazin.com

sinnior
www.sinnior.de

Aktuell

... jeden Monat frisch aus der seezunge-Redaktion des akzent.

Story/Thema August 2008

Lammkeule mit Rosmarin

Lammkeule mit Rosmarin

(D-Roßberg) Lust auf Frische? Der Gasthof zum Bräuhaus in Roßberg – zwischen Weingarten und Bad Wurzach – ist wie geschaffen zur Einkehr nach einem schönen Ausflug zu Fuß, mit dem Fahrrad oder hoch zu Ross. Denn das Bräuhaus ist auch die Wanderreitstation Nr. 33! Wo einst Bier gebraut wurde, verwöhnt Familie Dutzki – die sich auch mit ihren hausgemachten Dutzki-Nudeln einen guten Namen gemacht hat – seit mittlerweile dreizehn Jahren ihre Gäste. In den heimeligen Räumlichkeiten, auf der beheizten Terrasse oder im wunderschönen Biergarten des Landzunge-Plus-Betriebes werden saisonale Köstlichkeiten aus der Region und heimisches Bier serviert. Aktuell dreht sich im Gasthof zum Bräuhaus alles „Rund ums Weidelamm“, aus eigener Zucht! Lammkeule mit Rosmarin – einfach lecker! Wie man’s zu Hause nachkocht und das Fleisch genauso zart und saftig wird wie bei den Profis? Familie Dutzki verrät wie’s geht…

Zutaten für sechs Personen: 1,5 kg Lammkeule ¼ Liter Fleischbrühe ¼ Liter trockener Rotwein 3 EL Olivenöl 1-3 Knoblauchzehen 2 Zwiebeln 1 großer Rosmarinzweig Salz und Pfeffer aus der Mühle

So gelingt’s:

Die Lammkeule nach Belieben salzen und pfeffern und im heißen Öl von allen Seiten kräftig braun anbraten. Anschließend das Bratfett abgießen. Kleiner Tipp: Am besten bei mittlerer Temperatur arbeiten, damit die Kruste schön gleichmäßig und nicht zu dunkel gebräunt wird. Mit Brühe und Rotwein ablöschen. Nun einen Teil des Rosmarins hinzufügen und das Fleisch im geschlossen Topf in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen schieben. 30 Minuten garen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, grob würfeln und zum Fleisch geben. Im Anschluss die Lammkeule im offenen Topf bei 160 Grad eine weitere Stunde schmoren. Hin und wieder mit Bratensud begießen. Eventuell noch etwas Brühe oder Wein hinzufügen. Die fertige Lammkeule aus dem Topf nehmen. Falls nötig, das Fett vom Schmorsud abschöpfen. Den Bratensud mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch mit dem restlichen Rosmarin garnieren, auf einer vorgewärmten Platte anrichten und servieren.

Beilagentipp:

Dazu schmecken hervorragend hausgemachte Dutzki-Nudeln und Speckböhnchen. Guten Appetit!

Familienaktion:
Alle Kinder, die jetzt mit ihren Familien in den Gasthof zum Bräuhaus einkehren, erhalten gratis ein „SeeZüngle“, das neue, alkoholfreie Erfrischungsgetränk in streng kontrollierter Bio-Qualität aus der Traditionsbrauerei Clemens Härle zum Probieren!



Weitere Infos:

Gasthof zum Bräuhaus
Familie Dutzki
Roßberg 1
88364 Wolfegg
Tel.: +49 (07527) 45 44
www.braeuhaus-rossberg.de

Mineralwasser und Früchtchen aus der Region

Mineralwasser und Früchtchen aus der Region

(D/A – Bodensee-Oberschwaben – Donau) Wasser ist das Elixier des Lebens. Die ersten Lebewesen entstanden im Wasser, und wir alle brauchen das nasse Element. Dabei gibt es verschiedene Wasserarten, die uns mit der nötigen Flüssigkeit versorgen können. Das Mineralwasser gilt als beste Qualität. Sehr beliebt sind in den letzten Jahrzehnten auch Frucht und Mischgetränke geworden. Ihr Hauptbestandteil ist meist Mineralwasser und durch ihren fruchtigen Geschmack versüßen sie uns das Leben. Auch in der Bodenseeregion gibt es zahlreiche Mineralquellen und Fruchtsafthersteller, die zumeist auf heimische Produkte setzen. Die Produktionen wurden in den letzten Jahren, vor allem in der Region, vermehrt auf erneuerbare Energien umgestellt. „Mineralwasser durch Wasserkraft“ ist hier das Motto. Auch die Zusätze von künstlichen Aromastoffen werden nur in seltenen Fällen dem vollen Geschmack der Bodenseefrüchte zugegeben.

Was genau ist eigentlich Mineralwasser? Natürliches Mineralwasser hat nach gesetzlicher Definition seinen Ursprung in einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen. Es muss direkt am Quellort abgefüllt werden, damit seine ursprüngliche Reinheit bis auf den Tisch des Verbrauchers bewahrt wird. Eine Abfüllanlage, wie es beispielsweise die Mineralquellen in Randegg, die Siebersquelle im Allgäu oder die Kißlegger Mineralquelle haben, muss daher unmittelbar das Wasser neben der Quelle abfüllen. Die hochwertigen Produkte der Mineralquellen reichen von stillem Wasser über kohlensäurehaltiges Wasser bis hin zu Sorten für den edlen Genuss, wie Gourmet (Randegger), Monte Classic (Siebers) oder das hochwertige Mineralwasser der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG. Die Kißlegger Mineralquelle, die Krumbacher und Kißlegger Mineralwasser produziert, stellt dabei den südlichsten Standort der Überkingen-Teinach AG dar.

Wasser ist nicht gleich Wasser

Natürliches Mineralwasser ist vor vielen Jahrzehnten bis Jahrhunderten in Form von Regentropfen vom Himmel gefallen. Beim Versickern in den Boden wird es gefiltert und gereinigt. Die hervorragende Lösungsfähigkeit des Wassers ist der Grund dafür, dass es auf seiner langen Reise durch die Gesteinsschichten wertvolle Mineralien aufnimmt. Mineralwasser enthält von Natur aus unterschiedliche Kombinationen von Mineralstoffen und Spurenelementen. Beim Durchfließen der Gesteins- und Erdschichten löst Wasser Mineralien und Spurenelemente aus den Steinen heraus. Die unterschiedliche geologische Zusammensetzung der tiefen Erdschichten bestimmt die individuelle Zusammensetzung der Mineralwässer. Mineralstoffe und Spurenelemente braucht der Körper für alle Organfunktionen. Er kann sie nicht selbst herstellen, daher müssen die Mineralien mit der Nahrung und mit Getränken zugeführt werden. In natürlichem Mineralwasser liegen die Mineralstoffe bereits in gelöster ionisierter Form vor. Sie können deshalb rasch aus dem Darm in die Blutbahn übergehen. Man spricht hier von einer guten „Bioverfügbarkeit“. In mikrobiologischer Hinsicht wird Mineralwasser strenger und sehr viel häufiger als Leitungswasser kontrolliert. In der versiegelten Glasflasche bleibt Mineralwasser mindestens zwei Jahre frisch. Die Qualität von Trinkwasser garantieren die Wasserversorger nur bis zur Einspeisung in die Hausleitungen. Dort kann es durch Blei- und Kupferrohre und durch bakterielle Ablagerungen seine Qualität ändern.

Erfrischendes Umweltbewusstsein

Umweltschutz wird groß geschrieben in der Mineralwasserbranche der Region. Natürlich gibt es auch hier Vorreiter und Ausnahmen, aber der Trend zu einer umweltfreundlichen Produktion und Behältnissen ist deutlich erkennbar. Dabei verbindet man schon rein intuitiv Mineralwasser mit einer sauberen Umwelt. Das Mineralwasser der Ottilienquelle in Gottmadingen-Randegg, die bereits seit 1892 im Besitz der Familie Fleischmann ist, wird vollständig mit regenerativer Energie produziert. Der kaufmännische Geschäftsführer Clemens Fleischmann ist überzeugter Naturschützer und unterstützt zahlreiche ausgezeichnete Umweltschutzprogramme, mit Partnern wie NABU oder BUND. Auch die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG ist dabei an einigen regionalen Kooperationen beteiligt. Randegger setzt seit einigen Jahren voll auf eine umweltfreundliche Produktion. Als Heizanlage für die Flaschenwaschmaschine, dient eine Holzpelletsanlage, die das herkömmliche Heizöl ersetzt. Den Strom bezieht das Unternehmen vollständig aus dem Singener Wasserkraftwerk. Interessant ist hierbei der Kreislauf der die Energie des Wassers für die Herstellung von hochwertigem Mineralwasser und Fruchtsäften nutzt. Sogar LKWs werden in Randegg schon mit umweltfreundlichem Rapsöl betankt. Das Gebiet, in dem die hochwertigen Wasser- und Fruchtsaftprodukte ausgeliefert werden, ist bewusst auf die Region beschränkt und bietet dadurch die Möglichkeit, die Transportwege zu verkürzen, und somit auch die Abfüllung in wieder verwendbare Glasflaschen zu garantieren. Die Siebersquelle in Weiler im Allgäu benutzt ebenfalls Wasserkraft (von den Vorarlberger Kraftwerken), um sein Mineralwasser zu produzieren. Auch dort werden ausschließlich Glasflaschen zur Abfüllung verwendet. Dies gilt ebenso für die Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH. Die Glasflaschen bieten erstens eine bessere Wiederverwendung und auch eine längere Qualitätssicherung des Mineralwassers und vor allem auch der Fruchtsaftgetränke. Der Verlust an Kohlensäure wird ebenfalls durch die Glasflasche verringert. Die neue Kaltaseptikanlage in Kißlegg im Allgäu, die das Krumbacher Mineralwasser der Überkingen Teinach AG fördert, arbeitet besonders energieeffizient und entspricht dem neuesten Stand der Technik. Hier können 20% der Energie durch Rückluftgewinnung gespart werden. In Kißlegg können so die Mineralwasserprodukte der Familie Krumbach energiesparend abgefüllt werden. Glasflaschen machen auch hier noch den größeren Teil der verwendeten Behältnisse aus. Das hochwertige Mineralwasser der vier Quellen in Kißlegg trägt dabei zu einer gesunden Ernährung bei. Außerdem bildet es die Grundlage für die verschiedensten Mischgetränke. Eine weitere Gemeinsamkeit der Mineralquellen ist das natriumarme Endprodukt, das vor allem für eine gesunde Ernährung geeignet ist. Die Fruchtsaftkelterei Stiefel Hübscher in Ravensburg setzt bei der Saftherstellung, seit den Gründungstagen im Jahr 1932 auf Handarbeit beim Verlesen der angelieferten Früchte aus der Region. Die schmeckt man natürlich im leckeren Fruchtsaft. Das Unternehmen hat sich auf die Erhaltung der Naturlandschaft eingestellt. Vom Kauf der Rohware, dem sinnvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, bis hin zum Recycling aller anfallenden Stoffe zieht sich das wie ein roter Faden durch. Durch die Anschaffung eines wärmegeführten Blockheizkraftwerkes, das den gesamten Strom für die Produktion und auch die Wärme liefert, arbeitet der Betrieb sehr effektiv.

Früchte aus der Region

Früchte aus dem Land zwischen Bodensee und Donau sind auch in der Fruchtsaftproduktion sehr beliebt. Die Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH im Lindauer Stadtteil Schönau, die in der Produktion an die Spitze Bayerns gerückt ist, hat auch einen besonderen Bezug zur Umwelt. Dabei wurde das erste Streuobstprojekt mit dem BUND gemeinsam umgesetzt. Die Früchte, meist Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Johannisbeeren von Obstbauern aus der Lindauer Region, werden dabei mit den neuesten Produktionsmitteln zu Fruchtsaft verarbeitet. Die Nebenprodukte werden dann ökologisch bewusst zu beinahe 100% weiter verarbeitet, etwa zu Marmelade und Joghurt. Die drei Prozent, die nicht verarbeitet werden, werden kompostiert und somit ökologisch abgebaut. Das Unternehmen achtet dabei darauf, dass die Verarbeitung der 1000 Tonnen Obst pro Tag aus heimischen Anbau stammen, der eine hohe Qualität garantiert. Die Bio-Range Mischgetränke von Krumbacher sind mit Bio-Siegel versehen und die Früchte dafür sind garantiert aus kontrolliert biologischem Anbau. Hier wird hauptsächlich Streuobst von bester Qualität verwendet, d.h. sogenannte „Wiesenäpfel“, die aus der Region stammen. Die Ravensburger Fruchtsaftkelterei Stiefel Hübscher setzt ebenfalls auf qualitative Früchte der Bodenseeregion, da hier nahezu ideale Bedingungen für den Obstanbau herrschen. Bei Burkhardt Fruchtsäfte in Laichingen wird ebenfalls zum Großteil Streuobst verwendet. Die Äpfel von heimischen Streuobstwiesen sind nämlich sehr widerstandsfähig und weniger belastet. Von diesen Früchten werden bei Burkhardt Fruchtsäfte mittlerweile bis zu 15.000 Tonnen jährlich verarbeitet. Burkhardt Fruchtsäfte gewinnt seine Saft- und Getränkespezialitäten aus dem, was die hiesigen Obstbauern auf ökologisch schonende Art anbauen. Vor allem die Äpfel der Apfelsaftschorle sind bei Randegger aus der Region, die anderen Fruchtkonzentrate werden von der Firma Wild aus Heidelberg bezogen, die weltweit einkauft.

Künstliches Aroma – nein danke

Stolz kann man bei Randegger unter anderem auf den Verzicht von künstlichen Aromastoffen sein. Auch Krumbacher aus Kißlegg verwendet nur natürliche Aromastoffe für seine Schorlen und Fruchtsaftgetränke. Dabei gibt es seit diesem Jahr neue Mischgetränke, die mit dem Bio-Siegel versehen wurden. Bei Burckhardts Direktsäften kommt der Saft direkt vom Baum in die Presse und dann in die Flasche. Wer es noch direkter mag, muss das Obst eben essen. Die DLG zeichnete Burkhardt Fruchtsäfte auch aus diesen Gründen im Jahr 2006 für regelmäßige Teilnahmen und Auszeichnungen in den vergangenen Jahrzehnte mit dem „Preis der Besten” in Gold aus.

Weitere Infos: www.randegger.de; www.siebersquelle.de; www.teinacher.de; www.mein-saft.de; www.burkhardt-fruchtsaefte.de; www.lindauer-fruchtsaefte.de; www.schloer.de; www.nabu.de; www.duh.de; www.bund.net; www.alpenwasser.de

Text: Philip Wurster

Mineralwasser und Früchtchen vom See

Mineralwasser und Früchtchen vom See

(D/CH – Bodensee-Region) Wasser ist das Elixier des Lebens. Die ersten Lebewesen entstanden im Wasser und wir alle brauchen das nasse Element. Dabei gibt es verschiedene Wasserarten, die uns mit der nötigen Flüssigkeit versorgen können. Das Mineralwasser gilt als beste Qualität. Sehr beliebt sind in den letzten Jahrzehnten auch Frucht- und Mischgetränke geworden. Ihr Hauptbestandteil ist meist Mineralwasser, und durch ihren fruchtigen Geschmack versüßen sie uns das Leben. Auch in der Bodenseeregion gibt es zahlreiche Mineralquellen und Fruchtsafthersteller, die zumeist auf heimische Produkte setzen. Die Produktionen wurden in den letzten Jahren, vor allem in der Region, vermehrt auf erneuerbare Energien umgestellt. "Mineralwasser durch Wasserkraft" ist hier das Motto. Auch die Zusätze von künstlichen Aromastoffen werden nur in seltenen Fällen dem vollen Geschmack der Bodenseefrüchte zugegeben.

Was genau ist eigentlich Mineralwasser? Natürliches Mineralwasser hat nach gesetzlicher Definition seinen Ursprung in einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen. Es muss direkt am Quellort abgefüllt werden, damit seine ursprüngliche Reinheit bis auf den Tisch des Verbrauchers bewahrt wird. Eine Abfüllanlage, wie es beispielsweise die Mineralquellen in Randegg oder Gontenbad (in Appenzell Innerrhoden) oder auch die Siebersquelle im Allgäu haben, muss daher unmittelbar das Wasser neben der Quelle abfüllen. Das Angebot der Mineralquellen reicht von stillem Wasser über kohlensäurehaltiges Wasser bis hin zu Produkten für den edlen Genuss, wie "Gourmet" (Randegger), "Blütenquell" (Gontenbad) oder "Monte Classic" (Siebers).

Wasser ist nicht gleich Wasser

Natürliches Mineralwasser ist vor vielen Jahrzehnten, meist Jahrhunderten, in Form von Regentropfen vom Himmel gefallen. Beim Versickern in den Boden wird es gefiltert und gereinigt. Die hervorragende Lösungsfähigkeit des Wassers ist der Grund dafür, dass es auf seiner langen Reise durch die Gesteinsschichten wertvolle Mineralien aufnimmt. Mineralwasser enthält von Natur aus unterschiedliche Kombinationen von Mineralstoffen und Spurenelementen. Beim Durchfließen der Gesteins- und Erdschichten löst Wasser Mineralien und Spurenelemente aus den Steinen heraus. Die unterschiedliche geologische Zusammensetzung der tiefen Erdschichten bestimmt die individuelle Zusammensetzung der Mineralwässer. Mineralstoffe und Spurenelemente braucht der Körper für alle Organfunktionen. Er kann sie nicht selbst herstellen. In natürlichem Mineralwasser liegen die Mineralstoffe bereits in gelöster ionisierter Form vor. Sie können deshalb rasch aus dem Darm in die Blutbahn übergehen. Man spricht hier von einer guten „Bioverfügbarkeit“. In mikrobiologischer Hinsicht wird Mineralwasser strenger und sehr viel häufiger als Leitungswasser kontrolliert. In der versiegelten Glasflasche bleibt Mineralwasser mindestens zwei Jahre frisch. Die Qualität von Trinkwasser garantieren die Wasserversorger nur bis zur Einspeisung in die Hausleitungen. Dort kann es durch Blei- und Kupferrohre und durch bakterielle Ablagerungen seine Qualität ändern.

Erfrischendes Umweltbewusstsein

Umweltschutz wird großgeschrieben in der Mineralwasserbranche der Region. Natürlich gibt es auch hier Vorreiter und Ausnahmen, aber der Trend zu einer umweltfreundlichen Produktion und Behältnissen ist deutlich erkennbar. Dabei verbindet man schon rein intuitiv Mineralwasser mit einer sauberen Umwelt. Das Mineralwasser der Ottilienquelle in Randegg, die bereits seit 1892 im Besitz der Familie Fleischmann ist, wird vollständig mit regenerativer Energie produziert. Der kaufmännische Geschäftsführer Clemens Fleischmann ist überzeugter Naturschützer und unterstützt zahlreiche Umweltschutzprogramme, mit Partnern wie NABU oder BUND. Eine der Auszeichnungen für dieses Engagement wurde im Jahr 2006 in Tuttlingen an das Unternehmen überreicht, der mit 4000 Euro dotierten Aesculap-Umweltpreis. Auch die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG ist dabei an einigen regionalen Kooperationen beteiligt. Schlör erhielt dabei kürzlich den Mehrweg-Innovationspreis der Deutschen Umwelthilfe für die Glas-Mehrwegflasche. Außerdem eröffnete Schlör 2006 gemeinsam mit der Familie Fischer in Öhningen den „Schlör-Streuobstlehrpfad“. Eine Fläche von ca. 1,5 Hektar wurde mit 120 Streuobstäpfelbäumen bepflanzt. Ziel ist, die Landschaft als Lebensraum und den Naturschutz zu fördern. Randegger setzt seit einigen Jahren voll auf eine umweltfreundliche Produktion. Als Heizanlage für die Flaschenwaschmaschine dient eine Holzpelletsanlage, die das herkömmliche Heizöl ersetzt. Den Strom bezieht das Unternehmen vollständig aus dem Singener Wasserkraftwerk. Interessant ist hierbei der Kreislauf, der die Energie des Wassers für die Herstellung von hochwertigem Mineralwasser und Fruchtsäften zu nutzt. Sogar LKWs werden in Randegg schon mit umweltfreundlichem Rapsöl betankt. Das Gebiet, in dem die hochwertigen Wasser- und Fruchtsaftprodukte ausgeliefert werden, ist bewusst auf die Region und beschränkt bietet dadurch die Möglichkeit die Transportwege zu verkürzen, und somit auch die Abfüllung in wieder verwendbare Glasflaschen zu garantieren. Doch nicht nur Randegger benutzt Wasserkraft, um seine Mineralwasserprodukte zu produzieren, beispielsweise auch die Siebersquelle bei Weiler im Allgäu, die die Wasserkraft von den Vorarlberger Kraftwerken bezieht. Auch dort werden ausschließlich Glasflaschen zur Abfüllung verwendet. Dies gilt ebenso für die Stahringer Streuobstmosterei und die Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH. Die Glasflaschen bieten erstens eine bessere Wiederverwendung und auch eine längere Qualitätssicherung des Mineralwassers und vor allem auch der Fruchtsaftgetränke. Der Verlust an Kohlensäure wird ebenfalls durch die Glasflasche verringert. Eine weitere Gemeinsamkeit der Mineralquellen ist das natriumarme Endprodukt, das vor allem für eine gesunde Ernährung geeignet ist. Auch die Mineralquelle Gontenbad AG in der Schweiz versucht, durch neue, energiesparende Maschinen einen Beitrag zu umweltfreundlicher Produktion zu leisten. Es werden mindestens 50% Glasflaschen verwendet und das die Produkte vor allem in der Region ausgeliefert, weitere Umweltschutzmaßnahmen sind für die Zukunft geplant. Die Stahringer Streuobstmosterei produziert ebenfalls ausschließlich mit Ökostrom, der von den Stadtwerken Konstanz seit Jahren bezogen wird. Die Bodensee-Kelterei Widemann in Ahausen verwendet frisches Wasser, das aus einem Tiefbrunnen der Gemeinde Bermatingen stammt. Im Jahre 1958 gegründet, wird in dem Familienunternehmen derzeit der Keltereibetrieb umfassend modernisiert. Energieeffiziente Fruchtpressen werden installiert, und die betriebseigene Abwasserbehandlungsanlage wird vergrößert.

Früchte vom See

Früchte vom Bodensee sind auch in der Fruchtsaftproduktion sehr beliebt. Die Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH im Lindauer Stadtteil Schönau, die in der Produktion an die Spitze Bayerns gerückt ist, hat auch einen besonderen Bezug zur Umwelt. Dabei wurde das erste Streuobstprojekt mit dem BUND gemeinsam umgesetzt. Die Früchte, meist Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Johannisbeeren von Obstbauern aus der Lindauer Region, werden dabei mit den neuesten Produktionsmitteln zu Fruchtsaft verarbeitet. Die Nebenprodukte werden dann ökologisch bewusst zu beinahe 100% weiter verarbeitet, etwa zu Marmelade und Joghurt. Die drei Prozent, die nicht verarbeitet werden, werden kompostiert und somit ökologisch abgebaut. Das Unternehmen achtet dabei darauf, dass die Verarbeitung der 1000 Tonnen Obst pro Tag aus heimischem Anbau stammen, der eine hohe Qualität garantiert. Die Schlör Bodensee Fruchtsaft AG in Radolfzell bezieht ihren Obstbedarf für ihre verschiedenen Fruchtsaftprodukte ebenfalls aus heimischem Obstanbau. Dabei werden Streuobst wie auch biologisch angebautes Obst verarbeitet. In erster Linie werden heimische Früchte wie Äpfel und Birnen für die Fruchtsäfte verwendet. Die Mosterei Möhl AG in Arbon setzt für ihre Fruchtsaftproduktion einerseits auf Früchte aus der näheren Umgebung und andererseits Quellwasser aus der Nachbargemeinde. Passugger Mineralwasser aus Graubünden ist außerdem eine der Grundlagen der schmackhaften Fruchtsäfte. Die hohe Qualität des Quellwassers beeinflusst natürlich die Qualität der Fruchtsäfte und gibt den Früchten die Möglichkeit, ihren Geschmack voll zu entfalten. Die Stahringer Streuobstmosterei verwendet ebenfalls ausschließlich Streuobst aus der Bodenseeregion zwischen Engen und Konstanz. Vor allem die Äpfel der Apfelsaftschorle sind bei Randegger aus der Region, die anderen Fruchtkonzentrate werden von der Firma Wild aus Heidelberg bezogen, die weltweit einkauft. Früchte, die in der Bodensee-Kelterei Widemann gepresst werden (Äpfel, Birnen, Kirschen, Johannisbeeren, Zwetschgen) stammen allesamt aus der Region.

Künstliches Aroma – nein danke

Stolz kann man bei Randegger unter anderem auf den Verzicht von künstlichen Aromastoffen sein. Die Produkte bei Schlör Fruchtsaft werden ohne eine Beimischung von künstlichen Aromastoffen zubereitet und können von den Verbrauchern mit gutem Gewissen genossen werden. Die Mosterei Möhl setzt ihren Produkten keine künstlichen Aromastoffe zu, da der ungetrübte Geschmack der heimischen Früchte eine besonderen Spezialität darstellt. Die Mineralquelle Gontenbad bietet zusätzlich zu den vielseitigen Mineralwasserprodukten des Appenzeller Minerals auch Limonaden, die keine künstlichen Aromen enthalten. Die Streuobstmosterei in Stahringen verwendet ebenfalls keine keine Aromen, keine Konzentrate und setzt ihren Produkten auch keine Ascorbinsäure (künstliches Vitamin C) zu.

Weitere Infos: www.randegger.de; www.mineralquelle.ch; www.siebersquelle.de; www.schloer.de; www.lindauer-fruchtsaefte.de; www.streuobstmosterei.de; www.moehl.ch; www.widemann-bodensee-kelterei.de; www.nabu.de; www.duh.de; www.bund.net

Text: Philip Wurster