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Story/Thema Dezember 2008
Bücher für Küche und Tafel
Interessante Koch- und Küchen-Bücher erscheinen das ganze Jahr über, und sie werden dann immer wieder in der „Gerüchteküche“ vorgestellt. Aber wer erinnert sich in den Wochen, in denen die meisten Bücher gekauft und verschenkt werden, an die Buchtipps auf diesen Seiten? Im Interesse unserer Leserinnen und Leser fassen wir deshalb die Bücher des Jahres 2008 hier zusammen.
Felchen, mal als Buch.
Konstanz und Felchen gehören nun mal zusammen wie … – Lokalpolitiker und Felchen. Hört sich seltsam an, ist aber so. Es gibt nämlich seit 25 Jahren ein regelmäßiges politisches Treffen namens „Konstanzer Felchen“, bei dem die Oberbürgermeister, Bürgermeister und der Landrat des Kreises zusammenkommen, um – naja, was sonst? – politische Themen zu besprechen. Die Köche des Konstanzer Klinikums begleiten das Ganze Jahr für Jahr kulinarisch mit einem anderen Felchenrezept und die Weine aus der Spitalkellerei tun traditionsgemäß ein Übriges, um die Treffen zu einem Erfolg werden zu lassen. Zum 25.Jubiläum des „Konstanzer Felchen“ hat jetzt der Stadler Verlag ein gleichnamiges Buch herausgebracht. Mit vielen Felchenrezepten, aber auch mit Textbeiträgen zu den Treffen. Unterhaltsam ist das Kochbuch auch und vor allem wegen der abgedruckten legendären Reden des früheren Gottmadinger Bürgermeisters Hans-Jürgen Schuwerk. Herausgeber des farbig gestalteten Buches sind Roland Bunten, Hauptamtsleiter der Stadt Konstanz, Pressesprecher Dr. Walter Rügert und Reinhard Ruhland, der Küchenchef des Klinikums Konstanz.
Das Konstanzer Felchen – 25 Rezepte für den Bodenseefisch, Verlag Stadler, 72 S., 14,80 Euro, www.verlag-stadler.de
Alles über Spitzenköchinnen
Dass Frauen anders kochen, halten die meisten der portraitierten 16 Spitzen-Köchinnen für ein Klischee. Doch wenn eine Frau über Frauen in der (Sterne-)Küche schreibt, geht es definitiv anders zu: einfühlsamer, näher am Menschen, offener – vielleicht auch liebevoller. In ihrem Buch „Sterneköchinnen“ lässt Elsbeth Hobmeier Frauen zu Wort kommen, die es in Deutschland, Österreich und der Schweiz an die Spitze der Zunft geschafft haben. Nachgezeichnet wird ihr oftmals steiniger Weg zu Sternen und Punkten, unterstrichen durch jede Menge Zitate und Einschätzungen wie: „Die männliche Küche will eher imponieren, die weibliche Küche will beglücken.“ Und ergänzt durch einen jeweils ganz persönlichen „Rat an junge Frauen“. Natürlich fehlen nicht die Lieblingsrezepte, fünf Stück von jeder Köchin. Ein wunderbares Buch zum Lesen, zum Inspirierenlassen und Nachkochen – und zum Verschenken. Schöne Fotos!
Elsbeth Hobmeier: Sterneköchinnen – Die besten Küchenchefinnen und ihre Rezepte, mit Fotos von Michael Wissing, AT Verlag (Baden, CH), 272 Seiten. 68 SFr / 39,90 Euro, www.at-verlag.ch
Fischrezepte vom Sternekoch
Reihum sind sich die Ernährungsmediziner einig, dass wir unseren Speiseplan fleischärmer und fischreicher gestalten sollten. Ebenso einig sind sich allerdings die Ökologen, dass der Zustand der Meere dem entgegensteht. Das ist die Stunde der Seen, Teiche, Flüsse und Bäche. Zumal gerade die Süßwasser-Gewässer mit Forelle, Saibling, Zander, Wels & Co. für Fischgourmets bestens sortiert sind. Heino Huber, vielfach dekorierter Chefkoch im Bregenzer Deuring Schlössle und als einer der besten Fischköche Österreichs bekannt, hat sich nun darangemacht, zusammen mit dem Autor Christoph Wagner ein Fischkochbuch herauszugeben, das Genuss ohne Reue verspricht. Wunderbare Rezepte, in deren Namen Leichtigkeit mitschwingt, eine Freude für den Gaumen – und eine Wohltat für den Cholesterinspiegel. Beispiele gefällig? Hechtnockerl, Tramezzini vom gebratenen Karpfen, Forelle in der Salzkruste, Mille Feuille von geräuchertem Alpenlachs, Fischsülzchen, Rollmops vom Felchen …
Heino Huber / Christoph Wagner: Fischküche aus Bach, Fluss, Teich und See, Kneipp-Verlag (Wien), 216 Seiten, durchgehend farbig, 24,90 Euro / 43,80 SFr, www.kneippverlag.com
Kochen macht Freunde
Beim letzten Culinarium in St. Gallen hat eine so bemerkenswerte Frau ein so einzigartiges Kochbuch vorgestellt, dass wir nicht umhin können, es an dieser Stelle vorzustellen. Irma Dütsch, Schweizer Spitzenköchin, 1994 als erste und einzige Frau in der Schweiz Gault Millau-„Köchin des Jahres“, mit einer unglaublichen Biografie, nennt ihr in mehrfacher Hinsicht „gewichtiges“ Lebenswerk „Amitié gourmande“ – die Freundschaft des Genusses. Diese Freundschaft verbindet sie mit 23 Köchen und Persönlichkeiten in der Schweiz. Zu Besuch bei ihnen, kocht sie jede Menge traumhafte Menüs. Die dazugehörigen Rezepte sind zwar nicht unbedingt von der leicht nachzukochenden Sorte, aber darüber trösten die Opulenz der Bilder und die appetitanregende Sprache leicht hinweg. Auch im Kreuzlinger „Plaza“ hat Irma Dütsch übrigens einmal Station gemacht. Vor allem aber führte sie zusammen mit ihrem Mann 30 Jahre lang das „Fletschhorn“ in Saas Fee. Ein ganz spezielles Buch für Genießer.
Irma Dütsch: Amitié gourmande, Weber AG Verlag (Thun-Gwatt), 352 Seiten, farbig, gebunden, deutsch-französisch, 89 SFr., www.weberag.ch
Von Öpfelläbere und Mostringli
Dass es die Thurgauer Küche entgegen weit verbreiteter Meinung durchaus wert ist, entdeckt zu werden, belegt Barbara Fatzer mit ihrem neu erschienenen „Thurgauer Kochbuch“ (ursprünglich 1987 als „Thurgauer Choscht“). So unprätentiös der Titel, so überraschend der Inhalt: Er offenbart eine Küche, die Ursprüngliches, Unverfälschtes und Köstliches aufzutischen weiß. Leicht nachzukochenden Rezepten, in Produktgruppen wie Gemüse, Milchprodukte, Fisch und Fleisch aufgeteilt, ist jeweils ein lesenswerter Informationsteil vorangestellt. Man erfährt einiges über die Thurgauer Koch- und Küchenkultur, und auch ein Anhang mit historischen Rezepten wie Habermues, Rosechüechli oder Katharinen-Käsesuppe fehlt nicht. Regional-Bodenständiges vermischt sich mit „Eingeführtem“, denn schließlich besteht auch die Bevölkerung des Thurgaus teilweise aus Nachkommen von Immigranten und Asylsuchenden, gekrönte Häupter wie „einfache Leute“. Im „Thurgauer Kochbuch“ finden sich also bäuerliche Eintöpfe wie der „Wintermampf“ neben Gerichten wie dem „Arenenberger Sonntagsbraten“, der sicher einst der napoleonischen Familie munden durfte. Schön: Keine „Kunstbilder“, sondern fotografische Zeugnisse des Lebens im Thurgau runden das gelungene Werk ab.
Barbara Fatzer: Thurgauer Kochbuch, Verlag Huber (Frauenfeld), 181 Seiten, illustriert, gebunden, 39,80 SFr / 26,50 Euro, www.verlaghuber.ch
Gesund und gut
Ingrid Schindler und vor allem Felix Häfliger sind die Autoren des Kochbuchs „A.Vogel für Geniesser“, das im A.Vogel-Verlag erschienen ist. Der Naturheilkunde-Pionier Alfred Vogel (1902-96) ist unter anderem durch sein Standardwerk „Der kleine Doktor“ über die Schweiz hinaus bekannt. Die zahlreichen Produkte aus dem Unternehmen A.Vogel („Herbamare“) findet man in den Regalen der Reformhäuser. In dem umfangreichen, informativ aufgemachten und reich bebilderten Kochbuch vereinigen sich folglich Gesundheit und Genuss. Die rund 80 auf den Vogelschen Ernährungsgrundlagen basierenden Rezepte stammen von Felix Häfliger, freier Rezeptautor und kulinarischer Berater. Fleischrezepte sucht man zwar vergebens, aber dem Fisch sind einige viel versprechende Rezepte gewidmet und natürlich ist das Buch eine ergiebige Rezeptquelle für Vegetarier. Ein paar Beispiele: Geschmorte Waldpilze mit Portweinsauce, Topinambur-Flan mit Pilz-Fonduta, Rollgerste mit Wacholderkarotten. Die Desserts machen Lust auf’s Ausprobieren, zumal sie nicht gar so „sündig“ sind wie sonst üblich. Alles in allem ein Kochbuch für Menschen, die sowohl gesund als auch genussvoll essen wollen.
A.Vogel für Geniesser. Natürlich frisch und gesund, Bioforce AG, 180 Seiten, über 80 Rezepte, 70 ganzseitige Farbfotos, 38 SFr / 22,50 Euro, im guten Buchhandel oder über Bioforce AG, www.avogel.ch
Bodensee – Appetit anregend
Der Neue Umschau Verlag in Neustadt an der Weinstraße hat bereits eine ganze Reihe „Kulinarische Entdeckungsreisen“ durch deutschsprachige Urlaubsregionen herausgegeben – nun auch für die Bodenseeregion. Die Autoren sind bekennende Feinschmecker: Peter Arweiler, Patrick Brauns und Eugen Bücheler, Gastrotester bei akzent und seezunge, zeichnen für die Texte verantwortlich, die sehr ansprechenden Fotos stammen von Helmuth Scham (langjähriger fotografischer Mitarbeiter der beiden Medien). Das gewichtige Werk führt durch die abwechslungsreiche, vielseitige Landschaft und Küche rund um den See, der sich bei genauerem Hinsehen als das Herz eines Schlaraffenlandes entpuppt. Da ist es zum kulinarischen Paradies nicht weit. Die Autoren verstehen es, auch dem See-Unkundigen die Eigen- und Besonderheiten dieser attraktiven Gegend vor Augen zu führen und gleichzeitig seinen Appetit zu wecken: Informative Texte wechseln mit Beschreibungen von Restaurants, die auch jeweils ein – nachkochbares – Rezept beisteuern. Das kann etwas ganz Ausgefallenes sein wie die geschmorten Schweinsbäckchen mit Flusskrebsmaultaschen oder einfach ein kreativ zubereiteter Fisch aus dem See. Auf jeden Fall ist es viel Landestypisches, was da zum Nachkochen animiert. Ein Buch zum genussvollen Schmökern und eine schöne Anregung.
P.J. Arweiler, P. Brauns, E. Bücheler, H. Scham: Eine kulinarische Entdeckungsreise rund um den Bodensee, Neuer Umschau Buchverlag, 168 Seiten, 29,90 Euro / 48 SFr, www.umschau-buchverlag.de
Genießerland
In Baden-Württemberg spielt im gastronomischen Bereich die regionale Herkunft der Produkte eine große Rolle. Unter der Marke „Schmeck den Süden“ haben sich über 160 Gastronomen zusammengeschlossen mit dem Ziel, landesweit Regionalität, Qualität und Kreativität auf den Teller zu bringen. Da sind sich Schwaben und Badener einig: Einheimische Schätze schmecken am besten. Zusammen haben sich nun 28 „g’standene Wirtsleut’“ in einem umfangreichen Buch verewigen lassen. Das „Schmeck den Süden“-Kochbuch enthält neben stimmungsvollen Portraits der beteiligten Gastronomen auch jeweils zwei ihrer Lieblingsrezepte. Natürlich alles mit Produkten aus der Region. Die „geschmorten Ochsenbäckchen in Trollingersauce“, die „hausgemachten Maultaschen mit Füllung vom Limpurger Ochsen“ oder auch die „Lammnüsschen vom Münsinger Weidelamm“ zeigen vor allem eines: Baden-Württemberg ist Genießerland. Von Tauberbischofsheim bis Ladenburg. Ein gewichtiges Werk mit Appetit anregenden Bildern und schönen, größtenteils gut nachkochbaren Rezepten.
Schmeck den Süden – Baden Württemberg, Verlag Buchmacherei Ralf Rüffle (Kirchheim unter Teck), 208 Seiten, 29,80 Euro, www.buchmacherei.de
Golfen und Schlemmen
Golfer müsste man sein. Zumindest, wenn man sich das Buch „Golf for Gourmets“ anschaut mit seinen herrlichen, einladenden Bildern, bekommt man große Lust auf diese Art Sport. Nun geizt ja die Schweiz schon ohnehin nicht mit landschaftlichen Reizen. Kein Wunder also, dass die Lage der Golfplätze nur mit Superlativen zu erklären ist. Doch mit traumhaften Greens ist es im Buch „Golf for Gourmets“ nicht getan: Hier werden den zwanzig Plätzen in bester Lage – darunter auch der eine oder andere in Seenähe – noch jeweils drei Rezepte zur Seite gestellt, ausgesucht von den Köchen der Golf-Restaurants. Zum Nachkochen, wie es ausdrücklich heißt. Tolle Rezepte, tolle Bilder, das Ganze zweisprachig in Deutsch und Französisch. Warum dann der Titel in Englisch daherkommt, bleibt allerdings ein Rätsel.
Annette Weber und Lisa Baumgartner: Golf for Gourmets, Weber AG Verlag (Thun-Gwatt), 288 Seiten, SFr 89, www.weberag.ch
Der kleine Huber – ganz groß
Das Buch ist gewichtig. Doch nicht nur deswegen scheint der Buchtitel „Der kleine Huber“ untertrieben. Vielleicht ein bisserl Understatement seitens des Autors? Heino Huber, der preisgekrönte Patron im Bregenzer Deuring Schlössle, hat sich daran gemacht, ein Basiskochbuch auf den Markt zu bringen, bei man schon nach kurzem Blättern das zwingende Gefühl hat, etwas Unverzichtbares in Händen zu halten. Das enthält so viele gleichermaßen wunderbare wie grundlegende Rezepte, inspiriert, regt die Kreativität an und gibt Antworten auf viele drängende Fragen. Die Grundidee Heino Hubers ist das „modulare“ Kochen, bei dem einzelne Rezeptelemente, wie Beilagen oder Saucen, systematisch zu neuen Kreationen zusammengefügt werden. Das Buch bietet, kurz gesagt, einen einfachen Zugang zur großen Welt des Kochens, ist dabei sehr übersichtlich und arbeitet mit der Kraft der Bilder. Auf knapp 300 Seiten wird hier unglaublich vieles übers Kochen gesagt, wobei Huber auch mit ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen nicht hinterm Berg hält. Keine Frage: „Der kleine Huber“ gehört ins Kochbuchregal jedes einigermaßen ambitionierten Hobbykochs.
Heino Huber: Der kleine Huber. Die moderne Küche für jeden Tag, Pichler Verlag (Wien), 300 Seiten, 29,95 Euro, www.pichlerverlag.at
Tanja Grandits' Kochbuch für Genießer
Die Schwäbin, die sich nach ihrer Ausbildung bei Kochpapst Wohlfahrt in der „Traube“ in Tonbach und anderen beachtlichen gastronomischen Stationen 2001 im „Thurtal“ in Eschikofen bei Frauenfeld selbständig gemacht hat, erfreut jetzt die wahren Genießer unter den Hobbyköchen mit einem Buch, das den Titel „Aroma pur – meine fröhliche Weltküche“ trägt . Eine durchweg sinnliche Angelegenheit! Schon beim Durchblättern fühlt man sich animiert durch die appetitanregende Aufmachung der hervorragenden Fotos. Und erst die Rezepte! Die Lust aufs Nachkochen ist kaum zu bändigen: Man möchte sofort losgehen und die Zutaten besorgen. Die Autorin mutet dem Koch-Laien dabei nicht allzuviel zu: Die meisten ihrer Kompositionen sind trotz ihrer ausgefeilten, mit Aromen spielenden Originalität recht einfach nachzuvollziehen – einige haben es allerdings in sich und sind sicher nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Sehr schön die „Grundzubereitungen für den Vorrat“, mit deren Hilfe jede(r) eine gute Portion Pfiff in die heimische Küche bringen kann. Alles in allem ein wunderbares Kochbuch für Menschen, die sich gerne von Düften, Gewürzen, Aromen und Farben inspirieren lassen, und die ihren Geschmacksknospen hin und wieder ganz neue Erfahrungen gönnen. – Seit Frühjahr 2008 Ist Tanja Grandits Chefin im Restaurant Stucki Bruderholz in Basel und bekocht die dortige internationale Gourmet-Szene!
Tanja Grandits: Aroma pur – meine fröhliche Weltküche, fotografiert von Michael Wissing, AT Verlag (Baden, Schweiz), 208 S., 49,90 SFr / 29,90 Euro, www.at-verlag.ch
Spitzengastronomie im Kanton St.Gallen
Unglaublich, die Vielfalt. Wer als Leser das gewichtige Werk in den Händen hält, wird sich zunächst über die große Anzahl der im Kanton St. Gallen versammelten Spitzenköche wundern: 31 an der Zahl sind es, zusammengetragen im umfangreichen Kochbuch „St.Gallen for Gourmets“. Ein beeindruckendes Werk. Voll mit wunderschönen, stimmungsvollen Bildern – und zweisprachig. Man muss ein wenig Zahlen sprechen lassen, um das „kulinarische Gewicht“ des Buches zu verdeutlichen: Elf Gault Millau-Restaurants mit insgesamt 161 Punkten, 19 vom Guide-bleu auditierte Gaststätten und 16 von Culinarium Ostschweiz zertifizierte Betriebe geben sich hier ein Stelldichein. Die Köche all dieser Koch-Tempel veröffentlichen einige ihrer schönsten Rezepte und laden zum Nachkochen ein. Kein Kochbuch für Anfänger also, aber durchaus praktikabel. Wie bereits das Titelbild vermuten lässt, spielen beispielsweise die Blaue St. Galler (Kartoffel) und regionales Gemüse, aber auch Bodenseefische, Ribelmais und andere einheimische Produkte eine tragende Rolle. Schließlich ist ja auch der Regionalvermarkter Culinarium mit im Spiel. Fazit: Das Werk gleicht einer anregend- informativen, kulinarischen Reise durch den Kanton St. Gallen.
Annette Weber (Hg.): St. Gallen for Gourmets, Fotos von Marcus Gyger, 304 Seiten, gebunden, deutsch-englisch, Weber AG Verlag (Thun-Gwatt), 89 SFr, www.weberag.ch
Künstler am Werk
André Jaeger, Koch-Philosoph und Küchenmeister der Schaffhauser Fischerzunft, hat ein Kochbuch herausgegeben: „Highlights der europäisch-asiatischen Küche“. Das Buch ist, wie Jaegers Kochkunst, meisterlich. Seit Jahren vereint André Jaeger die hohe Kunst der europäischen Küche mit den Köstlichkeiten der asiatischen. Seine Gerichte sind gleichermaßen transparent und schlicht wie raffiniert. Einmalig ist immer auch die Präsentation. Wenn es Gerichte gibt, die fotogen genug sind, um nicht nur ein Kochbuch, sondern ein Koch-Foto-Kunstbuch zu füllen, dann sind es die kulinarischen Kompositionen von André Jaeger. Das Buch ist ein bibliophiles und kulinarisches Erlebnis. Die Speisen, von Johann Willsberger zurückhaltend meisterhaft fotografiert, scheinen dem Betrachter entgegenzuduften. Die Rezepte sind auch für den Hobbykoch gut nachvollziehbar und vermitteln eine Art chinesisches Insiderwissen. Schon beim Lesen und Anschauen der Fotos entsteht eine unbändige Lust aufs Kochen.
André Jaeger: Highlights europäisch-asiatischer Küche, Nikol-Verlag (Hamburg), überarbeitete und aktualisierte Ausgabe, 194 Seiten, durchgehend farbig bebildert, gebunden mit Schutzumschlag, 19,95 Euro, www.nikol-verlag.de
Bier-Rinder
Was den Japanern ihre Kobe-Rinder, sind dem Appenzeller Bauern Sepp Dähler seine Kabier-Kälber. Nur, dass er viel liebevoller mit seinen Tieren umgeht. Das Zauberwort bei Dähler heißt: Bierhefe. Damit werden die Tiere sowohl massiert als auch gefüttert. Das Ergebnis ist eine optimale Fleischqualität, die natürlich ihren Preis hat. Die einzigartige Geschichte über Dähler und die Kabier-Rinder wird nun in einem Kochbuch erzählt. Zusammen mit Schweizer Spitzenköchen hat der Landwirt über 50 Rezepte entwickelt: Für jedes Stück Fleisch seiner glücklichen Kühe gibt es ein Rezept – alles für den einzig wahren Gaumenschmaus. Neu interpretierte Klassiker und überraschende Kombinationen, vom Filetstück bis zum Wurstzipfel. Das Ganze genussvoll inszeniert mit großformatigen Farbfotografien. Ein Buch für Liebhaber „eines guten Stücks Fleisch“.
Fleisch zum Glück, herausgegeben durch den Verein Pro Kabier, 180 Seiten, schwarz-weiß und farbig bebildert, gebunden, 58 SFr, www.kabier.ch
Und weitere interessante Küchen-Bücher
Martin Weiss: Urchuchi Deutschschweiz und Graubünden, Schweizer Restaurants mit Geschichten und Gerichten, Rotpunkt Verlag, 3. Auflage, 432 S., 68 SFr / 45 Euro; dazu neu auch je ein Band über Tessin und Romandie
Wiglaf Droste / Vincent Klink: Wir schnallen den Gürtel weiter. Eine Essenz aus „Häuptling eigener Herd“, Reclam Verlag, 314 S., 9,90 Euro ("Häuptling Eigener Herd" heißt die "kulinarische Kampf(zeit)schrift" des Stuttgarter Sternekochs Vincent Klink und des Berliner Satirikers und Dichters Wiglaf Droste, von der seit 1999 über 30 Ausgaben erschienen sind.)
Peter Brunner: Zart und deftig. Die neuen Kolumnen zu Essen und Kochen mit 100 Lieblingsrezepten für den Alltag (aus der NZZ und dem Tages-Anzeiger), Werd Verlag, 196 S., 38,50 SFr
Peter Peter: Kulturgeschichte der deutschen Küche, Verlag C. H. Beck, 254 S., 19,90 Euro
kein Infoblock!!
Text: Claudia Antes-Barisch / Patrick Brauns
Weihnachtszeit = Genusszeit
(D-Bad Waldsee) Weihnachtszeit = Genusszeit. Das beweist das kulinarische Programm des Golf & Vitalparks Bad Waldsee im Dezember.
Den Anfang macht das Barock-Menü, das die feinen Gaumen der Gäste auf einen genüsslichen Ausflug in die oberschwäbische Kulturgeschichte einlädt. Wer sich kulinarisch in die Vergangenheit entführen lassen will, erlebt bei einem 5-Gang-Menü Schlemmerkultur aus längst vergangenen Tagen, kommentiert und musikalisch garniert von Michael Barczyk und Bernhard Bitterwolf. Der Bad Waldseer Stadtarchivar und profunde Kenner der Barockepoche Michael Barczyk vermittelt Wissenswertes über Zutaten und Gewürze und erzählt von den Lebensgewohnheiten der Menschen in der damaligen Zeit. Musikant Bernhard Bitterwolf präsentiert zeitgenössische Musik und stellt Instrumente vor, mit denen während des Barock zu festlichen Anlässen aufgespielt wurde.
Kulinarisches Weihnachten
Weiter geht das kulinarische Verwöhnprogramm des Golf & Vitalpark am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag mit dem beliebten Weihnachts-Lunchbuffet und abends mit einem festlichen Weihnachtsmenü.
Happy end 2008
Auch der Jahreswechsel wird im Golf & Vitalpark angemessen gefeiert. Mit einer Silvester-Gala, einem exquisiten 6-Gänge-Menü und musikalischer Unterhaltung mit DJ Rainer Stephan wird das Jahr 2009 in Empfang genommen.
Festlicher Neujahrsbrunch
Schon der erste Morgen im Neuen Jahr wird zum echten Genuss. Ein festlicher Neujahrsbrunch heißt die Gäste im Genussjahr 2009 herzlich willkommen.
Barock-Menü, 20.12., 18 Uhr
Kulinarische Weihnachten, 25. und 26.12.
Silvester-Gala, 31.12., 19 Uhr
Neujahrsbrunch, 01. 01., 10 Uhr
Weitere Infos:
www.waldsee-golf.de
Text: K.A
Winterliches Menü
(D-Scheer) Für Fabrice Coquelin ist die regional-saisonale Küche kein Modetrend, sondern der Königsweg in der Gastronomie. Schon seit vielen Jahren kommt in der von etablierten Gastronomieführern empfohlenen „Brunnenstube Scheer“ nur Erstklassiges auf den Tisch – aus der Region und was gerade Saison hat. Weitgereiste oder selten gewordene Tier- und Meeresfrüchte stehen bei dem Franzosen, der 1982 gemeinsam mit seiner Frau die „Brunnenstube“ übernommen hat, nicht auf der Speisenkarte. „Die Leute legen wieder mehr Wert auf eine bewusste Ernährung und wissen, den Wert der Lebensmittel zu schätzen.“ Das klingt vernünftig und gut. Zur Weihnachtszeit offeriert Familie Coquelin ein ganz besonderes Menü.
Parfait von Spinat und Petersilienwurzeln Zutaten: 300g Blattspinat, 200g Petersilienwurzel, 1l Créme-fraiche, Salz, Pfeffer & Gelatine, 1/4l Brühe
So wird's gemacht:
Spinat putzen, waschen und ca. 2 Min. in kochendem Wasser blanchieren. Petersilienwurzeln schälen und waschen. Gerichtete Petersilienwurzel in grobe Würfel schneiden und in etwas Wasser ca. 6 Min. kochen, bis das Wasser fast verdampft ist. Dann die Petersilienwurzeln fein pürieren und in ein Litermass umfüllen, die Créme-fraiche dazugeben und mit Gelatine binden und mit Salz und Pfeffer würzen. (Gelatine 18 Blatt pro Liter.) Ein Backblech mit Folie belegen und die Masse ca. 2-3mm dick auflegen und abkühlen lassen. Den blanchierten Blattspinat warm auspressen, pürieren, Créme-fraiche und Gelatine zugeben. Die Brühe mit 24 Blatt Gelatine binden.
Zu guter Letzt:
Die kalte, festgewordene Masse in passende Streifen, auf eine vorbereitete Form zuschneiden und die geschnittenen Streifen farblich abwechselnd in die Form legen, etwas Brühe als "Kleber" dazugiessen ("Kleber" sollte kalt, aber noch nicht fest sein.) Dann ca. 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Abgekühltes Parfait in Scheiben, mit einer Kräuter-Crème-fraiche-Sauce servieren.
Kaninchenrücken-Parfait
Zutaten: Ausgelöster Kaninchenrücken mit Bauchlappen, ca. 50g Kalbs- oder Geflügelhackfleisch, 1 Ei, etwas Knoblauch und Sahne, Salz und Pfeffer
So wird's gemacht:
Hackfleisch mit Salz und Pfeffer, Ei und Sahne gut schlagen und auf den Bauchlappen verteilen, nach Geschmack belegen. Bauchspeck mit Kräutern oder Pilzen zusammen rollen, im Schweinenetz einschlagen und gut anbraten. Mit etwas Brühe/Fond ablöschen, ca. 1/4 Stunde Kochen lassen und die Sauce abschmecken.
Winterliches Parfait
Zutaten: 8 Eier, 120g Zucker, 1/4l Orangensaft
So wird's gemacht:
Die Zutaten im Wasserbad schaumig schlagen. Danach wieder kalt schlagen. Mit Zimt-Nelken-Pulver, Grand Marnier und Vanille abschmecken und mit 1/2l geschlagener Sahne vermengen. In beliebige Formen umfüllen und in den Gefrierschrank stellen. Zum Servieren auf einen Teller stürzen. Guten Appetit wünscht Familie Coquelin!
Restaurant Brunnenstube
Mengener Str. 4
D-72516 Scheer/Donau
Tel.: +49 (07572) 36 92
Fax: +49 (07572) 71 45 57
www.brunnenstube-scheer.de
rira.coquelin@brunnenstube-scheer.de
Text: k.A.
Zum Feste das Beste
Die Krönung der Weihnachtsfeiertage ist neben dem wunderschön geschmückten Tannenbaum und den Geschenken in vielen Familien ohne Frage ein festliches Menü.
Um Ihnen die zeitintensive Rezeptsuche in dicken Kochbüchern und die oft schwierige Wahl der Speisenfolge zu ersparen, hat akzent getreu dem Motto „Zum Feste das Beste“ einen echten Küchen-Profi um Rat gebeten. Das Ergebnis: Ein köstlicher Weihnachsmenü-Vorschlag zum Nachkochen und genussvollen Schlemmen. So wird Weihnachten garantiert zu einem kulinarischen Highlight – einfach himmlisch!
Kein Infoblock.
Text: k.A
Zum Feste das Beste
Die Krönung der Weihnachtsfeiertage ist neben dem wunderschön geschmückten Tannenbaum und den Geschenken in vielen Familien ohne Frage ein festliches Menü.
Um Ihnen die zeitintensive Rezeptsuche in dicken Kochbüchern und die oft schwierige Wahl der Speisenfolge zu ersparen, hat akzent getreu dem Motto „Zum Feste das Beste“ einen echten Küchen-Profi um Rat gebeten. Das Ergebnis: Ein köstlicher Weihnachsmenü-Vorschlag zum Nachkochen und genussvollen Schlemmen. So wird Weihnachten garantiert zu einem kulinarischen Highlight – einfach himmlisch!
Kein Infoblock.
Text: k.A
Festlich schlemmen
(D-Tettnang) Das man in der Frohen Aussicht in Tettnang mit Weitblick genießen kann ist kein Geheimnis. Das gilt sowohl für den herrlichen Ausblick über die Dächer Tettnangs bis hin zum Bodensee und den Alpen, als auch für die von vollwertigen, vitaminreichen und frischen Produkten geprägte kreative und klassische Küche. Für akzent haben Ursula Singer und Küchenchef Frank Helfer jetzt ein kulinarisches Geheimnis gelüftet: Die Zubereitung eines winterlichen Festtagsmenüs zum Selbstkochen und Schlemmen. Einfach köstlich!
Anregender Auftakt: Gorgonzolasuppe mit Gerauchtem und Roggencroutons
Zutaten:
2 EL Olivenöl, 40 g Zwiebeln (fein gehackt), 1 Knoblauchzehe, 50 g gerauchter Bauchspeck (fein gewürfelt), 1 dl trockener Weißwein, 2 dl Rinderbrühe, 500 ml Sahne, 175 g Gorgonzola (gewürfelt), 15 g frische Kräuter (Petersilie und Schnittlauch), Pfeffer, Salz, Muskat, 50 g geröstete Roggenbrotwürfel
So wird’s gemacht:
Zwiebeln, Knoblauch und Speck in Olivenöl einsautieren, mit Weißwein und Rinderbrühe ablöschen, aufkochen und die Sahne einrühren. Den gewürfelten zugeben und verlaufen lassen – gegebenenfalls abbinden. Kurz vor dem Servieren die frischen Kräuer hinzugeben und mit den Roggencroutons garnieren.
Wild zu Weihnachten: Hirschsteaks unter der Haselnuss-Kräuterkruste mit glasiertem Rosenkohl an Holundersauce
Zutaten: Für die Kruste: 150 g Haselnüsse (gehackt), 75 g Butter, 1,5 EL Honig, frischer Rosmarin und Thymian Für die Hirschsteaks: 4 x 150 Hirschsteaks, Salz und Peffer Für den Rosenkohl: Pro Person 5 – 6 Rosenkohl, Butter, Zucker, Salz Für die Holundersauce: 1 l brauner Wildfond, je 1 Messerspitze Rosmarin und Salz, 1 Schluck Rotwein, 1 EL Holundermark, 1 EL Holunderbeeren, 2 cl Holunderlikör
So wird's gemacht:
Kruste: Butter zerlassen und mit den gehackten Haselnüssen, dem Honig sowie den Kräutern mischen. Das Ganze in Klarsichtfolie zu einer Rolle formen und anschließend in den Kühlschrank stellen. Hirschsteaks: Steaks salzen, pfeffern und scharf anbraten. Anschließend auf ein Backblech setzen. Nun die erkaltete Kruste in Scheiben schneiden und gleichmäßig auf den Steaks verteilen. Etwa fünf Minuten bei 180 Grad im Ofen garen. Rosenkohl: Den Rosenkohl schälen und in Salzwasser blanchieren. Etwas Butter mit Zucker schmelzen, ein wenig Rosenkohlfond dazugeben und sirupartig einkochen lassen. Anschließend den Rosenkohl im Sirup glasieren und mit etwas Salz abschmecken. Holundersauce: Den braunen Wildfond auf einen halben Liter einreduzieren. Mit etwas Rotwein, Rosmarin und Salz abschmecken. Holundermark, Holunderbeeren und Holunderlikör hinzugeben und nochmals abschmecken.
Süßes Finale: Steirisches Kürbiskernparfait an einem Joghurt-Honig-Spiegel
Zutaten: 250 ml Sahne, 5 Eigelbe, 75 g Zucker, 1 Vanilleschote, 1Prise Salz, Kürbiskernöl, Kürbiskerne, Angostura (Bitterlikör). Pro Portion ca. 1 EL Naturjoghurt sowie 1 EL Honig
So wird’s gemacht:
Sahne steif schlagen und kalt stellen. Die Eigelbe mit dem Zucker in einem Wasserbad schaumig schlagen. Vanilleschote halbieren und das Mark herausschaben und hinzufügen. Anschließend kalt schlagen. Nun die Sahne unter die kaltgeschlagene Eigelbmasse heben. Einen Esslöffel Kürbiskernöl und zwei Esslöffel geröstete und sehr fein gemahlene, grüne Kürbiskerne dazugeben. Mit drei bis vier Tropfen Angostura würzen. Danach die Masse in eine Form füllen und rund sechs Stunden in den Tiefkühler stellen.
Für den Joghurt-Honig Spiegel einen Esslöffel Naturjoghurt auf einen Teller geben, einen Esslöffel Honig hinzugeben und das Ganze nach Belieben vermengen und verzieren. Anschließend das Kürbiskernparfait darauf anrichten und servieren.
Familie Singer, Küchenchef Frank Helfer und das gesamte Team der Frohen Aussicht wünschen Ihnen guten Appetit und ein frohes, genussvolles Weihnachtsfest!
Weitere Infos:
Restaurant Frohe Aussicht
Ursula Singer
Frohe Aussicht 1
88069 Tettnang
Tel.: +49 (07542) 69 14
Fax: +49 (07542) 68 75
www.aussicht-tettnang.de
Text: K.A
Genuss für alle Sinne!
(D-Biberach/Riss) Das Feinkostgeschäft in der Biberacher Radgasse bietet internationale kulinarische Genüsse. Das breite Angebot reicht von Antipasti über Schinken- und Salamispezialitäten bis hin zu feinsten Pasteten, Ölen, Trüffel. Zudem umfasst es mehr als 200 Käsesorten. Kurz um: Dort finden Sie alles, was das Feinschmeckerherz begehrt. Kulinarische Geschenke werden individuell für jeden Kunden oder für einen bestimmten Anlass zusammengestellt.
Vor über drei Jahren haben die Geschäftsführer Karin Schmid und Alexander Schiele das alteingesessene Geschäft übernommen und auf über 600 Feinkostartikel erweitert. Auch der Bio- und Wellfood-Bereich sowie die fachkundige und persönliche Beratung bei Lebensmittelunverträglichkeiten sind eine Selbstverständlichkeit. Und das Schöne daran: Es gibt immer was Feines zum Verkosten! Denn wie sagte schon der französische Feinschmecker Brillat Savarin: SAG MIR WAS DU ISST, UND ICH SAG DIR, WER DU BIST!
Weitere Infos:
Käse-Ecke und Feinkost
K. Schmid und A. Schiele
Radgasse 2
88400 Biberach
Tel.: +49 (07351) 711 08
Fax: +49 (07351) 144 52
Text: K.A


