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Gerüchteküche März 2010
(D – Friedrichshafen) Eiscafé wird Winebar.
Das Eiscafé Venezia in der Seestraße 2 an der Uferpromenade hat einen neuen Besitzer: René Caccece. Den kannt man bereits vom Ristorante Credo und der LSC Pizzeria am Flughafen. Jetzt baut er das ehemalige Eiscafé komplett um. Das neue Lokal wird „Al Porto – Café und Winebar“ heißen. Mit kleinen, ausgesuchten Speisen, Kuchen und Kaffeespazialitäten und einer Eiskarte. Im Offenausschank wird es regionale wie internationale Weine geben. Eröffnung ist voraussichtlich im April.
Text: Claudia Antes-Barisch
(CH – Lömmenschwil) Stabwechsel in der Neuen Blumenau: von Thuri zu Nenad.
Thuri Maag, der Mann mit den ma(a)gischen Kochkünsten, hat die Neue Blumenau verlassen, um, wie es heißt, „zu neuen Ufern aufzubrechen“. Zunächst wird er sich allerdings eine kleine Auszeit nehmen und an einem „erotischen Kochbuch“ arbeiten. Die Vakanz rief nach Auskunft des Inhabers Felix Bertschinger eine ganze Anzahl hochkarätiger Bewerber auf den Plan, und so kann ein veritabler „Wunschkandidat“ die Nachfolge des populären Küchenmeisters antreten: Nenad Mlinarevic. Der in Zürich geborene Nachwuchskochkünstler hat trotz seiner Jugend bereits eine ganze Menge Erfahrung in der Spitzengastronomie vorzuweisen. Seine Lehr- und Wanderjahre verbrachte er ausschließlich in sternegekrönten Häusern. Inzwischen hat Nenad Mlinarevic seinen eigenen Kochstil entwickelt. Den beschreibt er kurz und knackig mit "jung, regional, saisonal und innovativ". Sein Schwerpunkt liegt in der klassischen Küche, die er allerdings neu interpretiert. Interessante Aussichten jedenfalls für die Neue Blumenau.
Neue Blumenau, Romanshornerstrasse 2, CH-9308 Lömmenschwil, Tel. +41 (0)71 298 35 70, info@ neueblumenau.ch, www.neueblumenau.ch
Text: Claudia Antes-Barisch
(D-Biberach/Riss) Der Noodles-Wirt hört auf: Seit mehr als 20 Jahren gehört das Noodles zur Kneipenszene in Biberach – Doch jetzt ist Schluss.
Inhaber Andreas Gehring teilte über die Presse mit, dass er nach vielen Jahren hinter dem Tresen nun beabsichtige, die Seiten zu wechseln und das Noodles nicht weiter betreiben wolle. Das dürfte eine Enttäuschung für seine Stammgäste sein, war doch das Noodles lange Zeit eine feste Adresse in Biberach – natürlich auch in der Form des klassischen Biergartens mit dem Traditionsnamen „Biberkeller“. Aber einen Hoffnungsschimmer gibt es: Wie man hört, soll das Lokal von den aus Biberach stammenden Zwillingsschwestern Manuela Dobert und Simone Göpper übernommen werden. Die Wiedereröffnung ist für den Monat Juni und damit noch vor dem diesjährigen Schützenfest geplant. Ein Trost für alle Fans des beliebten Biergartens. Auch darf man gespannt sein, wie die neuen Inhaberinnen das Lokal fortführen werden. Manuela Dobert hat dafür jedenfalls ausreichend Erfahrung in der Branche. Sie leitet seit vielen Jahren die Gastronomie im Ulmer „Roxy“.
Weitere Infos: www.noodles-biberkeller.de
(D – Biberach/Riss) „Weißer Turm“: Pächter hören auf
In Biberach sind sie bekannte Gesichter: Marc Mainka und Frank Engel. Vor mehr als sechs Jahren übernahmen sie als Pächter das Restaurant „Weißer Turm“, die Kneipe „Applaus“ und die Stadthallengastronomie in Biberach. Ende Juli soll nun damit Schluss sein. Zur Jahresmitte hören die gebürtigen Biberacher auf. Der Pachtvertrag ist bereits gekündigt. „Es ist genau das Richtige, aber der falsche Ort“, sagt Marc Mainka über den „Weißen Turm“ und blickt sich dabei im Restaurant um. „Wir sind nicht edel, und wir sind nicht teuer. Aber wir wirken so.“ Wirtschaftskrise und Baustellenverkehr gaben den Rest. Leicht fällt es Mainka und Engel nicht, den „Weißen Turm“ aufzugeben. „Es ist ein wunderschönes Restaurant. In Stuttgart oder Berlin wären wir fast jeden Tag ausgebucht.“ Und so wollen sich Mainka und Engel nun nach einem anderen Ort für ihr Restaurant umschauen. Wo, das wissen sie noch nicht.
(D – Konstanz) Neuer Direktor im Casino.
Das Casino in Konstanz ( Baden-Württembergische Spielbanken) hat verfügt seit kurzem über einen Direktor. Der aus Kaiserslautern stammende Agron Salihi ist klassischer Croupier, war zuvor viele Jahre bei den Spielbanken Schlesweig-Holstein tätig und kennt nach eigenen Angaben alle Bereiche eines Casinos. Von den Konstanzer Mitarbeitern wurde Salihi herzlich empfangen. Für sie ist es immerhin eine neue Situation: Einen Direktor gab es vorher nicht, die Aufgaben waren auf mehrere Stellen verteilt. Salihi will vor allem die Synergieeffekte zwischen dem Casino und dem Restaurant O’Lac vermehrt nutzen und freut sich darauf, viele Konstanzer und Schweizer Gäste im Casino begrüßen zu dürfen. Dabei wird er allerdings auch die Konkurrenz der Schweizer Spielbanken und der Automatenspielhallen nicht aus den Augen verlieren
Spielbank Konstanz, Seestraße 21, 78464 Konstanz, Tel. +49 (07531) 81 57 0, info@spielbank-konstanz.de, www.casino-konstanz.de
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Friedrichshafen) Central und mediterran.
Im völlig neuen, stilvollen Gewand präsentieren sich Hotel und Restaurant Central. Vorbei ist’s auch mit der chinesischen Küche: Jetzt gibt es Mediterranes wie spanische Tapas. Angeboten wird zudem ein täglich wechselnder Mittagstisch mit leichten, auf die Saison abgestimmten, regionalen Gerichten. In der Raucherbar warten internationale Cocktails auf die Gäste. Die Räumlichkeiten können auch für private Feiern genutzt werden.
Central Hotel Restaurant Bar, Olgastraße 64, 88045 Friedrichshafen, Tel. +49 (07541) 378 69 93, info@chf24.com; Öffnungszeiten: Täglich 11 – 23 Uhr, sonntags Ruhetag
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Singen) Essbahn für Singen.
Es ist soweit: Singen bekommt seine Ess-Bahn. In der Ekkehardstraße, mitten im Stadtzentrum also, wird der frühere Mannheimer Straßenbahnwagen aufgestellt, den Investor Markus Lingk zum Edel-Imbiss umbauen ließ. Runde 150.000 Euro ließ Lingk sich die Verwirklichung der ungewöhnlichen Idee kosten. Für Singen mit Sicherheit eine feine Sache.
Text: Claudia Antes-Barisch
(CH – Frauenfeld) Die festlich gedeckte Tafel im Thurgau.
Noch bis zum 21. März ist im Historischen Museum Schloss Frauenfeld die Ausstellung „Die festliche Tafel“ zu sehen. Sie zeigt, wie im Thurgau bei festlichen Anlässen „eingedeckt“ wurde: Aufwändig gestaltete Platten, Schüsseln, Trinkgeschirre, Bestecke und vieles mehr verliehen dem Tafeln ein festliches Gepräge. Die Ausstellung führt von der Gegenwart in die Vergangenheit und präsentiert Thurgauer Gedecke und Zubehör. Dabei kommen auch Vorlieben und Geschmäcker bekannter Persönlichkeiten zum Vorschein.
Historisches Museum Thurgau, Tel. +41 (0)52 724 25 20, historisches.museum@tg.ch, www.historisches-museum.tg.ch
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Mietingen-Walpertshofen) Lecker Leberkäs! Jetzt ist es amtlich: Die Landschlächterei Angele aus Walpertshofen hat „the largest Leberkäse“ aller Zeiten geschaffen.
Gebacken wurde das 3118-Kilo-Leberkäse-Koloss bereits am 2. August 2009, doch erst jetzt liegt das offizielle Zertifikat vor. Warum es so lange gedauert hat? Es sei nicht so einfach gewesen, die Vielzahl an notariell beglaubigten, amtlich übersetzen Unterlagen zusammenzubekommen, die an die Guiness World Records Ltd. In London gesendet werden mussten, erklärte das Organisationsteam des „largest Leberkäse“-Rekordversuchs. Auch habe man in England erst einmal nichts mit dem Begriff „Leberkäse“ anfangen können und ihn fälschlicherweise mit „Hackbraten“ übersetzt. Doch gut Ding will manchmal eben Weile haben – und das Warten hat sich gelohnt. Umso größer ist nun die Freude in Walpertshofen über den gelungenen Rekordversuch. Jetzt muss nur noch geklärt werden, ob es auch mit dem Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde klappt. Die Ausgabe 2010 ist zwar bereits erschienen, bevor das Zertifikat vorlag, daber eine Berücksichtigung des gelungenen Rekordversuchs in der deutschen Guiness-Buch-Ausgabe 2011, wäre auch nachträglich noch eine tolle Bestätigung für die rund 500 beteiligten Helfer. Doch Veröffentlichung hin, Veröffentlichung her, absolut rekordverdächtig sind zweifellos die 41.000 Euro, die die Guiness-Leberkäse-Aktion für die Hilfsaktion „Ärzte für die Dritte Welt“ eingebracht hat.
Landschlächterei Angele, Mietingen-Walpertshofen, www.landschlaechterei-angele.de
Text:
(D – Hagnau) Einmaliges Flaschenetikett.
Das ist ein wirkliches „Alleinstellungsmerkmal“ für die Winzer vom Hagnauer Winzerverein: Auf dem Etikett bestimmter Weinflaschen kann direkt die ungefähre Temperatur des darin enthaltenen Rebensaftes abgelesen werden. Möglich ist das dank einer neuartigen (und nicht billigen) Farbe, die in der Schweiz erfunden wurde. Als „Temperaturanzeiger“ auf dem Etikett dient der Bodensee. In voller Größe und in blau erscheint er bei einer Trinktemperatur von etwa neun Grad. Hat der Wein Zimmertemperatur, dann ist der See auf dem Etikett kleiner und weiß. Die Idee zu dem „Bodensee – der See“-Etikett auf satinierter Flasche stammt von Tobias Keck, Verkaufs- und Marketingleiter beim Winzerverein Hagnau. Der Winzerverein Hagnau wurde übrigens im vergangenen Jahr als bester deutscher Weinbetrieb auszeichnet.
Winzerverein Hagnau eG, Strandbadstraße 7, 88709 Hagnau, Tel. +49 (07532) 1030, www.wv-hagnau.de
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Konstanz) Lieblingslokale stehen zur Wahl.
Am 22. März findet auf der Mainau die Verleihung des Gastropreises "Ingrid" statt. In den nächsten Wochen gibt es also für alle Konstanzer die Möglichkeit, per Votum für ihr Lieblingslokal zu plädieren – falls es bei sich zur Wahl stellt. Dann einfach dort eine Karte abholen, ausfüllen und abgeben. Und Daumen drücken, dass es unter den Gewinnern ist. Der Konstanzer Gastro-Oskar ist ein Publikumspreis und wird daher insbesondere an solche gastronomischen Einrichtungen vergeben, in denen sich der Gast besonders wohlfühlt (und die ihre Gäste besonders gut mobilisieren können).
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Konstanz) Von wahren Köchen und falschen Zutaten.
Am 16. März kommt Gregor Weber in den Astoria-Saal der VHS. Er ist Autor des Buches „Kochen ist Krieg! – Am Herd mit deutschen Profiköchen“, außerdem bekannt als Sohn Stefan der „Familie Heinz Becker“ und als Hauptkommisar Deininger im saarländischen „Tatort“. Weber macht sich in seinem Buch auf die Suche nach der Liebe zum Essen und der Essenz des Kochhandwerks in Deutschland. Der ungeheure Kochboom hat zwar den Berufsstand ins Licht der Öffentlichkeit gestellt wie kaum einen anderen, doch davon, wie es tatsächlich am Herd zugeht, haben die meisten keine Vorstellung. Die Unterschiede sind groß: Es gibt Köche, die haben schon in Hongkong und Dubai gekocht, und andere, die seit 20 Jahren keinen Fisch mehr in der Hand hatten, der nicht tiefgekühlt war. Die einen arbeiten zwei Tage an der Herstellung einer Kalbssauce, die anderen schütten 1,5 Kilo Pulver in 80 Liter kochendes Wasser und rühren das Ganze zweimal um. Am 16. März, um 19.30 Uhr. – In einem weiteren Vortrag stellt die Ernährungswissenschaftlerin und Journalistin Annette Sabersky die Frage „Vanilleeis ohne Vanille?“ Hier geht es um die unerwarteten Stoffe, die in fast allen verarbeiteten Lebensmitteln stecken. Kunden können die Inhaltsstoffe anhand der Zutatenliste kaum erkennen. Und immer öfter wird unser Essen im Labor zusammengemixt. Die Industrie gaukelt Qualität vor, wo keine ist und lässt sich nicht gerne in die Karten schauen. Anette Sabersky deckt auf, wie Lebensmittelindustrie und Werbung die Nahrung geschickt manipulieren und zeigt, was wir uns beim Gang in den Supermarkt oder ins Kaufhaus einhandeln. Am 21. April, um 19.30 Uhr, ebenfalls im Astoria-Saal.
Volkshochschule Konstanz, Katzgasse 7, www.vhs-konstanz-singen.de
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Konstanz) Kulinarische Heimat für Neigschmeckte.
Die meisten Konstanzer sind gar keine. Doch obwohl viele sich längst eingelebt haben und sich als „Konschdanzer“ verstehen, schwingt bei vielen ein Rest Sehnsucht nach der Heimat mit. Franken, Berliner, Bayern, Friesen, Rheinländer, Hessen: Längst lieben sie ihr Konstanz; aber einmal im Monat wieder richtig „platt schnacken“, „schwarden“ oder „babbele“, dazu klassische Heimatkost auf dem Tisch (z.B. „Grünkohl mit Pinkel“) – davon träumt manch „Neigschmeckter“. Damit die jeweiligen Landsmänner und -frauen zusammenfinden, startet das Stadtmarketing zusammen mit dem Restaurant SeeRhein und dem Restaurant O´LAC die Aktion „Heimat in der Heimat“. Fest steht schon: Im SeeRhein treffen sich die Rheinländer, im Casino-Restaurant die Nordlichter aus den Hansestädten. Man trifft sich jeweils am ersten Mittwoch eines Monats um 19.30 Uhr. Gesucht werden allerdings noch weitere Gastronomen, die sich einer Gruppe Zugezogener annehmen möchten. Konkret suchen die Franken kulinarischen Unterschlupf in Konstanz. Schon seit fast drei Jahren treffen sich bis zu50 „Exil-Franken“zu einem Franken-Stammtisch in Singen. Da sollte doch auch in Konstanz ein Wirt zu finden sein, der fränkisches „Schäufele“ auftischt. Konstanzer, die sich angesprochen fühlen, können sich an das Stadtmarketing wenden.
Stadtmarketing Konstanz, Tel. +49 (07531) 28248-10, info@stadtmarketing.konstanz.de, www.stadtmarketing.konstanz.de
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Isny) Kunst-Genuss im Schloss.
Am 24. März findet im Schloss Isny ein besonderes Ereignis statt: Acht Spitzenköche der Region servieren zwischen 18 und 22 Uhr acht verschiedene „Amuse-Gueules“. Im wunderbar restaurierten Interieur der Kunsthalle gibt es somit gleichermaßen einen Augen- und Gaumenschmaus zu erleben: Zuerst die Leckereien genießen, dann eintauchen in die Welt der Bilder der Kunsthalle. Zum ersten Mal werden die von Friedrich Hechelmann detailreich restaurierten Räume im zweiten Obergeschoss des Schlosses auch einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt. Genaueres über die teilnehmnden Köche und den Vorverkauf ist zu erfahren bei
Isny Marketing GmbH, Büro für Tourismus, Unterer Grabenweg 18, Tel. +49 (07562) 97562-50
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Ravensburg) Kuppelnauwirtschaft wieder geöffnet.
In der letzten Zeit war der Kuppelnauwirtschaft in der nördlichen Ravensburger Innenstadt wenig Kontinuität mit den Pächtern beschieden. Das könnte sich jetzt ändern. Ottilie Reck-Strehle hat sich des netten Lokals mit dem schönen Biergarten angenommen. Jahrelang hat sie die Gastronomie in der Zehntscheuer gemanagt, aber das war ihr wohl zu wenig. Ab jetzt wird die „Wirtin mit Leib und Seele“ volles gastronomisches Programm fahren. Gute Aussichten also für die Kuppelnauwirtschaft.
Kuppelnauwirtschaft, Kuppelnaustrasse 18, 88212 Ravensburg
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Radolfzell) Mediterranes.
Eine neue Möglichkeit, Tapas zu speisen, gibt es im „Restaurante La Oliva“: Eladio Rodriguez und Alessandro Alberighi – beides „alte Hasen“ im Gastrogewerbe – haben das Lokal sozusagen als mediterrane Allianz übernommen und bieten die entsprechenden Gerichte an: Spanisch-italienisch eben. Die Speisen werden ergänzt durch eine umfangreiche Weinkarte mit außergewöhnlichen Provenienzen. Wenn es das Wetter zulässt, kann auf der großen Terrasse das mediterrane Feeling noch vertieft werden.
Restaurante La Oliva, Höristraße 2, 78315 Radolfzell, Tel. +49 (07732) 8233646; Öffnungszeiten 11.30 -s 14.40 Uhr und 17.30 – 23 Uhr
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Frickligen-Altheim) Jubiläum im Lagerhäusle.
15 Jahre Integration, Gastronomie und Kultur: ein guter Grund zum Feiern für die Menschen im Lagerhäusle. 1995 haben Mitarbeiter/innen und Schüler/innen der Camphill Schulgemeinschaft Bruckfelden das alte Raiffeisen-Lagerhaus in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Frickingen zu einem Café umgebaut, um einen Ort der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen. Es entwickelte sich ein lebhafter Treffpunkt, der neben einer vielfältigen Gastronomie auch Kultur verschiedenster Art bietet. Mit einem breiten Spektrum an Konzerten, Ausstellungen, Theatervorführungen, Fußballübertragungen, aber auch als Internet-Café und Raum für private Festlichkeiten hat das Lagerhäusle einen besonderen Stellenwert in der Region erhalten.
Camphill Schulgemeinschaften e.V., Lagerhäusle, Schulstraße 4, 88699 Frickingen-Altheim, Tel. +49 (07554) 9686, email@lagerhaeusle.de, www.lagerhaeusle.de; Öffnungszeiten: Mo. und Di. 11.30 – 16 Uhr, Mi./Do. zusätzlich 18 – 23 Uhr, Fr. 11.30 – 16 Uhr und 18 – 24 Uhr, Sonntagsbrunch 14-tägig 09.30 – 14 Uhr
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Gestratz) Idyll, Tradition und Genuss in der historischen Badwirtschaft.
Die Badwirtschaft Malleichen ist wieder geöffnet. Das neue Betreiberpaar, Christine Kadzidroga und Thomas Geigenberger, serviert Altgeliebtes und Altbewährtes: hausgemachte Allgäuer Spezialitäten, leckere Salate, Brotzeiten, Meckatzer Bier. Im idyllischen Argental, dicht an der bayrisch-württembergischen Grenze, scheint in dem historischen Gasthaus auf positive Weise die Zeit stehen geblieben zu sein: Die Badwirtschaft ist genau die Richtige für alle, die einen Erholungsabend oder -tag einlegen möchten. Die Bezeichnung Badwirtschaft ist historischen Ursprungs: Malleichen hatte bis 1930 ein Mineralbad, dessen Wasser (aus einer nahegelegenen Quelle) unter anderem eine Stärkung der Manneskraft nachgesagt wurde. Betuchtere Leute nahmen daher gerne ein Bad in mit warmem Quellwasser gefüllten Holzbadezubern und tranken dazu frisches Bier. Erstmalig als Wirtschaftsbetrieb erwähnt wurde das Gasthaus bereits 1778. 1883 ersteigerte dann die langjährige Betreiberfamilie Natterer das Anwesen. 1890 verzeichnet die Historie die erste Bierlieferung aus Meckatz. Die Brauerei kaufte das Anwesen schließlich 1983 von der Familie, nach dem Tod der legendären Wirtin Babett Natterer. Als alleinstehende Frau hatte sie die Badwirtschaft ihr ganzes Leben lang betrieben und ist als Allgäuer Original auch heute noch vielen Gästen in Erinnerung. Ihre köstlichen, rustikalen Brotzeiten zogen schon damals viele Gäste von Nah und Fern nach Malleichen. Dieses Konzept möchte das neue Betreiberpaar beibehalten und bietet also auf seiner Karte ausschließlich zünftiges Selbstgemachtes an – vom "sauren Kumpel" (Wurtsalat aus saurem Schübling und saurem Käs), übers "Katzagschroi" (mit Zwiebeln und Ei angebratenes Siedfleisch) bis hin zum "Zubertöpfle" (Schweinelendchen auf Eierspätzle, im Mini-Holz-Badezuber serviert). Im Sommer macht man es sich im Biergarten mit Schatten spendenden Kastanien bequem. Für die warmen Monate ist bereits ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm geplant: Neben Puppentheater und Konzerten wird die Meckatzer Löwenbräu dort Feste für ihren 7.500 Mitglieder fassenden Fanclub veranstalten.
Badwirtschaft Malleichen, Malleichen 41, 88167 Gestratz, Tel. +49 (08383) 7439, wirtsleut@malleichen.de, www.malleichen.de; Öffnungszeiten: Täglich ab 11 Uhr, Dienstag Ruhetag, im Sommer täglich geöffnet.
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Reichenau) Junger Wilder beehrt die Reichenau.
Unter dem Motto „Saxony meets Isle of Reichenau“ präsentiert das Ganter Hotel mit dem Restaurant Mohren am 27. März einen deutschen Spitzenkoch aus Dresden: Mario Pattis, aus der Liga der "Jungen Wilden", zaubert Kreationen des sächsischen Hofes. Mit seiner Kochkunst eroberte sich Mario Pattis in den 90ern als erster Koch der neuen Bundesländer einen Michelin-Stern. Seither hat er etliche Auszeichnungen wie 16 Punkte im Gault Millau, 4 Varta-Diamanten, 3 „F“ im Feinschmecker etc. einstreichen können. Pattis schafft locker den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Um sich von seinen Kollegen abzuheben, orientiert er sich mit seinen Kreationen an den einfallsreichen Menüs des sächsischen Königshofes. Sie sind raffiniert verfeinert und angenehm leicht – traditionelle Rezepte aus der Zeit August des Starken, modern interpretiert. Neben dem Gastmahl werden an diesem Abend auch höfische Weine (u. a. aus Sachsen), sowie eine ganz besondere Art und Form der Präsentation geboten.
Ganter Hotel & Restaurant Mohren, Pirminstraße 141, 78479 Insel Reichenau, Tel. +49 (07534) 99 44-0, hotel@mohren-bodensee.de, www.mohren-bodensee.de
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Tettnang) 25 Jahre Montfort.
Eine lange Zeit für ein Café-Bistro und ein Beleg für anhaltende Beliebtheit bei den Gästen. Dabei ist das Rezept für die Beständigkeit im Montfort kein Hexenwerk: Fußballübertragungen und Formel-1-Rennen live am Bildschirm, Kuchen und Snacks, Salate und Flammkuchen, Eis und Kaffeespezialitäten. Auch die Meckatzer Biere sind seit 25 Jahren dabei. Aber jetzt ist noch etwas ganz Neues hinzu gekommen: Shatler’s Cocktails. Da gibt’s die bekanntesten Cocktails mit und ohne Alkohol fertig gemixt. Schön zum Ausprobieren. Jetzt noch drinnen und wenn’s warm wird draußen auf der Terrasse.
Cafe Bistro Montfort, Montfortstr.21, 88069 Tettnang; geöffnet täglich 10 – 24 Uhr
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Konstanz) Nachwuchsprobleme im Gastgewerbe.
Die Hotels und Gaststätten um den Bodensee haben ernsthafte Schwierigkeiten, qualifizierten Nachwuchs zu finden. Die meisten Schulabgänger deutscher Herkunft haben keine Lust auf die unregelmäßigen Arbeitszeiten im Gastgewerbe und suchen sich folglich lieber eine andere Ausbildungsstelle. Anders die Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die das (wohl wegen ihren schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt) eher inKauf nehmen. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie mindestens in einer Fremdsprache bewandert sind. Für den deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa) Grund genug, nun verstärkt um eben diese Jugendlichen zu werben. Schließlich möchte man nicht, dass in Zukunft anstelle der Dienstleistung die Selbstbedienung tritt.
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Überlingen) Ende für den Faulen Pelz.
Er nimmt seinen Hut, der Faule Pelz. Aus Altersgründen. Und er macht einem Paganini Platz. Nein, natürlich nicht der Musiker, sondern eine italienische Restaurantkette. Derzeit wird noch das Unterste zuoberst gekehrt und alles neu gemacht, Pizzaofen eingebaut etc. Es wird die klassische italienische Küche geben mit Pizza, Pasta, Fisch. Bei d e r Traumlage mit d e r Seeterrasse kann man ohnehin kaum etwas falsch machen.
Text: Claudia Antes-Barisch
(CH – St. Gallen) Restaurant im blauen Hotel: Neu und anders.
Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn präsentieren sich das Restaurant „olivé“ und die Bar im Radisson Blu Hotel komplett renoviert. Küchenchef Jan Brosinsky hat sich gleichzeitig einiges Neue einfallen lassen: So bleibt die Küche im olivé an jedem Freitag und Samstag bis 2 Uhr offen – ideal für Spät-Hungrige. Jeden letzten Mittwoch des Monats wird die olivé Bar ab 18 Uhr zum Treffpunkt bei der After Work Party. Und für eilige Esser gibt es das Versprechen, dass sie hier den "garantiert schnellsten Mittags-Lunch der Stadt" innerhalb einer Stunde geniessen können. Ansonsten zahlen sie nichts.
Restaurant olivé im Radisson Blu Hotel, St.-Jakob-Strasse 55, CH-9000 St. Gallen, Tel +41 (0) 71 242 1212, www.radissonblu.de/hotel-stgallen/restaurants/olive
Text: Claudia Antes-Barisch
(D-Radolfzell) An Fasnacht die Feuertaufe bestanden.
Viele Jahre hat es gedauert, bis der ehemals legendäre Scheffelhof wieder seiner einstigen Bestimmung zugeführt werden konnte. Der Teilverkauf des großen Hauses an Wohnungseigentümer und daraufhin zutage tretende Probleme mit der Akustik des Hauses hatten eine Nutzung als Veranstaltungsort praktisch unmöglich gemacht. Der Radolfzeller Investor Rainer Böck kaufte die ausladenden Räumlichkeiten, und mit Hilfe einer Raum-in Raum-Konstruktion wird die Lautstärke im Saal praktisch von den darüber liegenden Wohnungen abgekoppelt. Zur Fasnacht konnten die Radolfzeller zum ersten Mal ausprobieren, wie es sich im neuen Scheffelhof feiert. Richtig fertiggestellt wird der Veranstaltungsort allerdings erst in den nächsten Wochen. Rainer Böck legt großen Wert auf Authentizität und dass weitestgehend „alles so aussieht wie früher“. Künftig kann der Scheffelhof dann sowohl für private Feierlichkeiten als auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Der Saal ist der erste Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung des erfolgsversprechenden Projektes: Im Laufe des Jahres werden ein Bistro und ein Restaurant ausgebaut. Dafür sucht Böck noch die passenden Gastronomen.
Scheffelhof, Friedrich-Werber-Straße 20, 78315 Radolfzell Kontakt: +49 (07732) 9423068, daniela.boeck@scheffelhof-radolfzell.de, www.scheffelhof-radolfzell.de
Text: Claudia Antes-Barisch
(CH-Weinfelden) Schlaraffia mit Weinprämierung und Zürcher Oberland als Gast.
Vom 11. bis 14. März findet die zehnte Wein- und Gourmetmesse „Schlaraffia“ statt. Die Jubiläumsausgabe des beliebten Feinschmecker-Treffpunkts in der Ostschweiz bietet Weine und Delikatessen von über 130 Ausstellern und ein attraktives Rahmenprogramm. Zu den diesjährigen Höhepunkten gehört der Auftritt der Gastregion: Das Zürcher Oberland, der bergige Osten des Kantons Zürich zwischen Winterthur und dem Toggenburg, präsentiert in einer 200 Quadratmeter grossen Erlebniswelt über 150 Kuh-, Schaf- und Ziegenkäse, traditionell hergestellte Fleischprodukte sowie Back- und Konditoreispezialitäten. Dazu gibt es vielfältige Kochshows, neuerdings auch ein Programm für die Kinder und eine Jubiläums-Gala mit Fernsehkoch René Schudel. Am 12. März werden die Weine und Winzer, Produzenten und Weinhändler geehrt, die bei der bereits im Januar erfolgten Schlaraffia-Weinverkostung am besten abgeschnitten haben. Bei der Verkostung ging es um die Frage: "Welcher Wein passt am besten zu einem bestimmten Gericht?"
Schlaraffia Wein- und Gourmetmesse, Rathausplatz, Postfach 454, CH-8570 Weinfelden, Tel. +41 (0)71 626 45 02, info@schlaraffia-messe.ch, www.schlaraffia-messe.ch
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Überlingen) Geehrte Bio-Landwirtin.
Zum vierten Mal hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, den Gerhard-Thielcke-Naturschutzpreis verliehen. Die Auszeichnung für herausragendes Engagement im Naturschutz, die nach dem BUND-Gründungsmitglied benannt worden ist, erhielt die Landwirtin Anneliese Schmeh aus Überlingen im Rahmen der Naturschutztage in Radolfzell. Die Liste ihrer vorbildlichen Taten ist lang: Anneliese Schmeh stellte bereits 1986 ihren Hof auf ökologische Wirtschaftsweise mit Hofladen um und schloss sich Bioland an. 1988 war Anneliese Schmeh Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) im Landesverband Baden-Württemberg und ist seitdem die Landesvorsitzende. Im gleichen Jahr gründete sie gemeinsam mit dem damaligen BUND-Landesvorsitzenden Hans-Jörg Breitinger den Neuland-Bundesverband, der unter der Marke „ Neuland“ Fleisch aus artgerechter Tierhaltung vertreibt. Als 2004 in Überlingen und Umgebung die erste gentechnikfreie Region in Baden-Württemberg ausgerufen wurde, hatte Anneliese Schmeh einiges an Vorarbeit geleistet. An unzähligen Info-Veranstaltungen zum Thema „Agrogentechnik“ war sie maßgeblich beteiligt. Um eine Durchsetzung der Gentechnik über die Züchterverbände zu verhindern, hat Anneliese Schmeh zur Erhaltung des Bauernprivilegs zusammen mit anderen Mitgliedern der AbL die Interessengemeinschaft Nachbau gegründet. Die IG Nachbau hat in mehreren Prozessen bis zum Eropäischen Gerichtshof erreicht, dass Bauern weiterhin ihr eigenes Saatgut aussäen dürfen. Auch der Impuls, den regionalen Schlachthof in Überlingen zu erhalten, ging von Anneliese Schmeh aus.
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Weingarten) Slow Food trifft Slow Baking.
Von wegen „dr Schwob isst alles, bloß koi saures Brot“! Bei einer nächtlichen Betriebsbesichtigung der Bäckerei Frick konnten die Mitglieder des Slow Food Convivum Oberschwaben unter anderem die hohe Kunst der Sauerteigherstellung hautnah miterleben. In der seit über 100 Jahren bestehenden Frick’schen Backstube wird, wie man sich überzeugen konnte, viel Wert auf Rohstoffqualität und sorgfältige Verarbeitung gelegt. Seit Sommer 2008 ist die Bäckerei vollständig nach den Slow Baking-Kriterien zertifiziert. Slow Baking steht wie Slow Food für die Verwendung qualitativ hochwertiger und regionaler Produkte, natürliche Rohstoffe und Verzicht auf die Verwendung von Convenience-Produkten – in diesem Fall Backmischungen. Schöner Nebeneffekt des Informationsbesuchs: Gegen 3 Uhr wurde das Slow Food Convivum Oberschwaben mit frisch gebackenen Hefezöpfen und Wecken verabschiedet.
Slow Food Oberschwaben, Joachim Rehm (Convivienleiter), Kleintobler Höhe 5, 88276 Berg, Tel. +49 (0751) 5579496, oberschwaben@slowfood.de
Text: Claudia Antes-Barisch
(D – Konstanz) Weine aus Österreich in Allmannsdorf.
„Wein am Klapotetz“ heißt das neue Weinhaus, das sich in den ehemaligen Geschäftsräumen der Volksbank angesiedelt hat. Klapotetz? Das sei eine im steirischen Weinland verbreitete Vogelscheuche, klärt Inhaberin Andrea Adelbrecht auf. Eine kleine Remineszenz an die langjährige Heimat. Zusammen mit Jörg Gropper bietet sie Weine und – vornehmlich flüssige – Delikatessen aus Österreich an: viele Sorten Veltliner, Furmint, Rotgipfler, Zierfandler, Schilcher, aber auch Cuvées, Rosé- und Süßweine. Dazu „Perlendes“ wie einen Zweigeltsekt, darüber hinaus Essige und Salatöle.
Wein am Klapotetz, Mainaustraße 143a, 78464 Konstanz, Tel. +49 (07531) 36 23 603, shop@wein-am-klapotetz.com, www.wein-am-klapotetz.com; Öffnungszeiten: Montag – Samstag 14 – 20 Uhr.
Text: Claudia Antes-Barisch
(A-Bregenz) – Weltrekord im Spätzleschaben.
Nach 24 Stunden handgedrückten Kässpätzle winkt vier Köchen des Bregenzer Restaurants Gösserbräu ein Eintrag in das Guinness- Buch der Rekorde. Rund 3000 Portionen wurden produziert. Trotz der großen Mengen verarbeitete man nur Produkte von höchster Qualität – die Gäste waren entsprechend begeistert. "Wir haben alles von Hand zubereitet und ausschließlich Produkte aus Vorarlberg verwendet", verriet Küchenchef Jürgen „Sancho“ Küng. 170 Kilogramm Dinkelmehl, 2000 Eier, 170 Kilogramm Zwiebeln und Unmengen an Käse wurden verarbeitet. Als der Rekord unter Dach und Fach war, wusste Küng sein weiteres Programm: "Ein Bier trinken, die Füße hochlagern und dann ins Bett.“ Die notariell beglaubigten Unterlagen des Rekordes werden nun nach London geschickt. Dort soll dann der Eintrag ins Guinness- Buch bestätigt werden.
Gösserbräu, Anton Schneider Straße 1, 6900 Bregenz, Tel +43 (0)5574 42467
Text: Claudia Antes-Barisch


